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SUMMARY:Führungen durch Zitadelle und Stadt mit Dr. Rüdiger Urban
DESCRIPTION:Im Oktober bietet sich die Gelegenheit\, Zitadelle und Stadtfestung in zwei Führungen des Fördervereins Festung Zitadelle Jülich als das zu erleben\, als das sie errichtet worden sind: als Einheit\, die die modernste Festungsanlage Europas im 16. Jahrhundert bildete. Begleiten Sie den Vorsitzenden des Fördervereins\, Dr. Rüdiger Urban\, am Sonntag\, 6. Oktober\, durch die Zitadelle und den Südflügel des herzoglichen Schlosses sowie am Sonntag\, 27. Oktober\, durch die Jülicher Innenstadt.   \nStadt und Zitadelle haben eine gemeinsame Geschichte. Im 16. Jahrhundert erlebte Jülich eine kurze Blüte\, die das Gesicht der Stadt bis heute prägt. Herzog Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg ließ den italienischen Baumeister Alessandro Pasqualini nach einem großen Stadtbrand 1547 Jülich neu auf dem Reißbrett entwerfen. So entstand eine der frühesten Idealstadtanlagen der Renaissance\, wie sie nördlich der Alpen kein zweites Mal zu finden war. Eine steinerne Stadt mit zentralem\, quadratischem Marktplatz\, geraden breiten Straßen\, einer geschlossenen Blockbebauung mit traufenständigen Häusern mit Satteldächern. Charakteristisch sind die noch heute erkennbare Fünfeckgeometrie der Stadtbefestigung und die Zitadelle mit dem herzoglichen Schloss im Stil der italienischen Hochrenaissance. Der Herzog bekam seine glanzvolle Residenz inmitten eines militärischen Machtzentrums und eine moderne Verwaltungsstadt.  \nDoch tragische Ereignisse in der herzoglichen Familie und machtpolitische Entwicklungen in Mitteleuropa ließen die Zitadelle bald zu einer Garnison und die Stadt zu einer reinen Festungsstadt herabsinken. Für dreihundert Jahre versank die Stadt – eingeschlossen innerhalb der Festungswälle – in eine Art „Dornröschenschlaf“. Erst 1860 wurden die Festungswerke der Stadt geschleift\, aber die Stadt blieb Garnison und in der Zitadelle wurde die einzige preußische Unteroffiziersschule außerhalb Potsdams angesiedelt. Die Stadt konnte nun in der Gründerzeit des Kaiserreiches endlich wachsen\, wobei der alte renaissancezeitliche Grundriss der Innenstadt jedoch unangetastet blieb.  \nAls es nach dem Zweiten Weltkrieg galt\, das vollkommen zerstörte Jülich neu aufzubauen\, machte man diesen Grundriss der alten Festungsstadt zur Bezugsgrundlage und orientierte sich im Wiederaufbau an den herzoglichen Bebauungsgrundsätzen. Zudem schmückte man viele Gebäude mit Zitaten renaissancezeitlicher Architekturformen. Diese drei Elemente\, Stadtgrundriss\, Bauordnung und Zitate renaissancezeitliche Architekturformen\, machen das Erscheinungsbild Jülichs heute zu einem herausragenden stadtbaugeschichtlichen und kulturhistorischen Dokument des Wiederaufbaus der Nachkriegszeit\, so dass das Erscheinungsbild der Stadt 1993 unter den Schutz einer Denkmalbereichssatzung gestellt worden ist.  \nDie Zitadellenführung erläutert die Grundsätze des bastionären Verteidigungswesens\, wie es auch für die Stadtfestung typisch war. Sie besucht die Johannisbastion\, den Südflügel des Schlosses mit der Kapelle im Stil der italienischen Hochrenaissance sowie den Schlosskeller. Diese zweistündige Führung ist kostenlos und für sie ist keine Anmeldung erforderlich.  \nDie Stadtführung schildert die historischen Zusammenhänge\, vermittelt Eindrücke aus der Stadtentwicklung in der Gründerzeit nach der Schleifung der renaissancezeitlichen Stadtbefestigung\, geht ein auf die heute noch erkennbaren Elemente dieser Stadtfestung und erklärt den charakteristischen Wiederaufbaustil im heutigen Stadtbild. Diese zweieinhalbstündige Führung findet in Kooperation mit der VHS Jülicher Land statt\, daher ist hierfür eine Anmeldung unter Tel. 02461 / 632-19 / -20 / -31 notwendig. Es wird eine Gebühr von 5 Euro pro Person erhoben \nAusgangspunkt für beide Führungen ist die Pasqualini-Brücke\, der stadtseitige Eingang der Zitadelle. Der Beginn der Führungen ist an beiden Sonntagen um 11 Uhr. Die Teilnehmerzahl ist jeweils auf 25 Personen begrenzt. \n
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LOCATION:Zitadelle Jülich\, Jülich\, NRW\, 52428\, Deutschland
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CATEGORIES:Geschichte,Informationsveranstaltung,kulturelle Bildung
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