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SUMMARY:Leopold-Hoesch-Museum: Museumsdialog
DESCRIPTION:Einen Museumsdialog zur Ausstellung „Alex Müller\, Vom Mähen zum Frieden“ veranstaltet das Leopold-Hoesch-Museum Düren am Donnerstag\, 22. Juli\, 19 Uhr. Der Eintritt beträgt 3 Euro\, für Mitglieder Museumsverein Düren ist der Eintritt frei. \nKathrin Jentjens\, freie Kuratorin und Mediatorin bei Neue Auftraggeber\, spricht mit der aus Düren stammenden und in Berlin lebenden und arbeitenden Künstlerin Alex Müller über deren aktuelle Ausstellung „Vom Mähen zum Frieden“ im Leopold-Hoesch-Museum (verlängert bis zum 8. August). Jentjens und Müller kennen sich seit 2005 und tauschen sich seither regelmäßig über das Werk der Künstlerin aus. Im Museumsdialog wird darüber hinaus die zur Werkserie im Verlag für Moderne Kunst erschienene Monografie „Alex Müller\, Vom Mähen zum Frieden“ vorgestellt\, die ab diesem Abend im Museumsshop erhältlich sein wird. \nIm Leopold-Hoesch-Museum präsentiert die Berliner Künstlerin Alex Müller einen Werkzyklus mit 107 Zeichnungen. Die als Corona-Tagebuch bezeichnete Bildreihe ist über die Dauer von 107 Tagen entstanden und markiert den Zeitraum vom Tag der Krebsdiagnose des Vaters der Künstlerin bis zu seinem Todestag. Während dieser erste Tag mit dem Beginn des pandemiebedingten Besuchsverbots in deutschen Krankenhäusern zusammenfiel\, lag der letzte Tag in einer Zeit\, in der die Pandemie bereits beängstigende Ausmaße angenommen hatte.  \nDie Analogie im Sinnbildhaften liegt in einer Parallelentwicklung\, die von einem Erschrecken ausgeht\, das gepaart ist mit Hoffnung\, Mut und Verzweiflung\, und an einen finalen Punkt gelangt\, der eine Endgültigkeit markiert\, die auch zur Ruhe kommen lässt. Insofern steht der persönliche Weg der Künstlerin\, der in dieser Zeit zurückgelegt worden ist\, durchaus auch konträr zu den Empfin- dungen\, die die Corona-Pandemie wohl bei den meisten Betroffenen auslösen mag. \nAlle Blätter des Corona-Tagebuchs sind geprägt von Momentaufnahmen des alltäglichen Lebens. Zunehmend wird diese Abfolge aber durchsetzt von Erfahrungen der Sorge\, der Überforderung\, der Angst und des Traums. Und fast alle Bildmotive werden dominiert von einem stilisierten Repräsentanten des Corona-Virus\, so wie er medial verbreitet wurde und sich als Bild etabliert hat. Formalästhetisch rufen die Motive in Müllers Corona-Tagebuch aber keineswegs nur Schrecken hervor\, sondern zeugen auch von immer wiederaufkommender Hoffnung\, von Humor und der Fähigkeit zu differenzierter Wahrnehmung. \n
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