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SUMMARY:Literaturzeit Jülich: Die Pest von Albert Camus
DESCRIPTION:Die Jülicher Literaturzeit wird den wieder aktuell gewordenen Roman „Die Pest“ von Albert Camus mit der Romanistin Evita Brehm besprechen. Der Roman hat es verdient\, wieder gelesen zu werden\, meint die Leiterin der Ev. Erwachsenenbildung Elke Bennetreu und verweist auf eine Bemerkung zum Schluss des Romans\, als der Pestbazillus sich verzogen hat\, denn hier meint der Arzt und Berichterstatter Rieux\, „dass der Pestbazillus nie stirbt und verschwindet“\, dass „er jahrzehntelang schlummern kann… und das vielleicht der Tag kommen würde\, an dem die Pest zum Unglück und zur Belehrung der Menschen … wiederkehre.“ Sicher\, bei Corona geht es nicht um einen Bazillus\, aber es gibt zeitlose Bezüge zur Gegenwart. \nAls in der Stadt Oran in den vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts die Pest ausbricht\, erkennt der Arzt Dr. Bernard Rieux die Gefahr und kann gegen anfangs erheblichen Widerstand durchsetzen\, dass Quarantänemaßnahmen ergriffen werden. Die Stadt Oran wird hermetisch abgeschlossen und so zum Mikrokosmos einer geschlossenen Gesellschaft\, die auf eine tödliche Bedrohung reagiert. Camus zeigt\, wie die einen sich mit der Seuche arrangieren\, sogar davon profitieren\, er zeigt\, wie sie der politischen Manipulation zugutekommt\, und wie andere wiederum sich aufopfern und helfen.  \nAnhand verschiedenerer Charaktere gelingt es Camus die Facetten menschlicher Verhaltensweisen zu beschreiben. Neben dem aufopferungsvollen Arzt Rieux\, der alles zur Rettung der Menschen unternehmen will\, ist da zum Beispiel der Jesuitenpater Paneloux\, der der Gemeinde eine donnernde Predigt hält und der Meinung ist: „Die Gerechten brauchen sich nicht zu fürchten\, aber die Bösen haben Grund zu zittern.“ Eine wichtige Figur im Roman ist Tarrou\, der sachlich und nüchtern den Pestverlauf und das Verhalten der Menschen beschreibt. Seine eigene Lebensgeschichte\, die er Rieux anvertraut\, gehört zu den Höhepunkten des Romans\, ebenso das nächtliche Schwimmen im Meer\, das mit Freiheit und Freundschaft einher geht.\n ´\nEingeladen zu der aufeinander aufbauenden zweiteiligen Seminarreihe mit Evita Brehm sind alle Interessierte an den Montagen 20. Juli und 27. Juli jeweils von 16 bis 18.15 Uhr im Dietrich-Bonhoeffer-Haus\, Düsseldorfer Straße 30 in Jülich. Die Gebühr beträgt pro Veranstaltung 6 Euro. \nDer Veranstalter wird die Schutz- und Hygienevorschriften im Rahmen des Coronavirus berücksichtigen. Dazu gehört\, dass eine Anmeldung beim Veranstalter unter 02461 / 99660 beziehungsweise eeb.juelich@ekir.de erforderlich ist. Es ist zu berücksichtigen\, dass die Teilnehmerzahl aufgrund der Bestimmungen begrenzt ist.  \n
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