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SUMMARY:Premiere mit Roman Knižka und Opus 45
DESCRIPTION:Roman Knižka und Opus 45 sind am Sonntag\, 24. September\, mit einer Premiere erneut in Jülich. Die musikalische Lesung über das Ghetto Theresienstadt findet ab 19 Uhr in der Schlosskapelle Jülich statt. \nIn der Vergangenheit haben Roman Knižka und das Bläserquintett Opus 45 das Jülicher Publikum bereits drei Mal begeistert. Bei ihrem vierten Besuch präsentiert das Ensemble eine besondere musikalische Lesung: die Premiere des Programms „Ich wandre durch Theresienstadt… oder Wann wohl das Leid ein Ende hat“. \nIm Jahr 1941 errichtete die SS in der böhmischen Stadt Terezín das Lager Theresienstadt. Es diente bis 1945 als Gefängnis für 150.000 deutsche\, österreichische\, tschechische\, später auch holländische und dänische Juden. Sie alle wurden zu Opfern der menschenverachtenden nationalsozialistischen Rassenideologie. Jede beziehungsweise jeder vierte der in Theresienstadt inhaftierten Jüdinnen und Juden starb dort. Von den fast 15.000 Kindern\, die nach Theresienstadt kamen\, überlebten nur 132. Für Unzählige war der Ort ein „Vorhof der Hölle“. Die letzte Station vor dem Weitertransport in Vernichtungslager wie das KZ Auschwitz-Birkenau. \nEs scheint rückblickend kaum vorstellbar\, dass sich in Theresienstadt trotz katastrophaler Lebensbedingungen\, zermürbender Zwangsarbeit\, ständigem Hunger\, Krankheit und der allgegenwärtigen Todesangst ein reges kulturelles Leben entwickelte: Organisiert von den Inhaftierten gab es Vorträge\, Theater- und Opernaufführungen\, Kabarett\, Jazzkonzerte sowie zahlreiche Kammermusikdarbietungen. Über fünfzig Mal wurde allein die Kinderoper „Brundibár“ des deutsch-tschechischen Komponisten Hans Krása mit großem Erfolg aufgeführt. Vom Singen im Chor bis hin zur Gestaltung des Bühnenbilds wirkten Kinder und Jugendliche an der Inszenierung maßgeblich mit.  \nFür junge Menschen war die künstlerische Betätigung und der Unterricht\, den jüdische Kunstschaffenden und pädagogische Kräfte im Lager organisierten\, von großer Bedeutung. Beides enthob\, zumindest für einen Augenblick\, von den Grauen des Alltags. Wie vielfältig die Kreativität junger Menschen in Theresienstadt war\, dokumentieren zahlreiche Texte\, Gedichte und Zeichnungen.  \nDie kulturellen Aktivitäten von Kindern\, Jugendlichen und Erwachsenen in Theresienstadt wurden seitens der\nnationalsozialistischen Machthaber erst geduldet\, dann auf zynische Weise für Propagandazwecke missbraucht: Theresienstadt wurde der Weltöffentlichkeit als „Musterlager“ mit vielseitigem Freizeitangebot präsentiert. Im Auftrag der SS entstand der Propagandafilm „Theresienstadt. Ein Dokumentarfilm aus dem jüdischen Siedlungsgebiet“. Der Film zeigt unter anderem die Uraufführung eines Orchesterwerks des hochbegabten tschechischen Komponisten Pavel Haas. Dieser stand bei den Aufnahmen selbst am Pult. Kurz nach Abschluss der Dreharbeiten wurde Pavel Haas wie fast alle Mitwirkenden des Films in das KZ Auschwitz-Birkenau deportiert und dort ermordet.  \nDie musikalische Lesung „Ich wandre durch Theresienstadt…“ erinnert an das unfassbare Leid\, die Hoffnungen und die künstlerische Selbstbehauptung der in Theresienstadt inhaftierten Jüdinnen und Juden. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Schicksalen damals junger Menschen. \nRoman Knižka liest aus Erinnerungen von Ruth Klüger\, Eva Erben\, Helga Hošková-Weissová\, Hannelore Brenner-Wonschick\, Gerty Spies und Margot Kleinberger. Gedichte und Texte von Kindern und Jugendlichen\, die in Theresienstadt inhaftiert waren\, kommen ebenso zu Gehör\, wie Lyrik der als Kinderkrankenschwester arbeitenden Schriftstellerin Ilse Weber. \nDas Bläserquintett Opus 45 spielt Kompositionen von Pavel Haas\, Hans Krása\, Viktor Ullmann und Gideon Klein. In Theresienstadt inhaftiert und von den Nationalsozialisten ermordet geriet das Werk dieser bedeutenden Komponisten nach Ende des Zweiten Weltkriegs lange Zeit in Vergessenheit. \nErmöglicht wird die Veranstaltung durch die Unterstützung der ‚Hans Lamers-Stiftung‘ der ‚Sparkasse Düren‘ und der ‚Victor Rolff Stiftung‘. Eintrittskarten zum Preis von 12 Euro sind in der Stadtbücherei Jülich erhältlich beziehungsweise können telefonisch unter 02461 / 936363 oder per Mail an stadtbuecherei@juelich.de reserviert werden. \n
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