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SUMMARY:Schallende Ohrfeige für Nazis
DESCRIPTION:„Den Nazis eine schallende Ohrfeige versetzen!“ Musik von Paul Hindemith\, Pavel Haas und György Ligeti spielt das Ensemble Opus 45\, während Roman Knižka die Rezitation übernimmt. Als Kammerkonzert und Lesung findet die Veranstaltung in Kooperation mit der Musikschule Jülich und der Stadtbücherei Jülich am Dienstag\, 25. Januar\, 19 Uhr in der Schlosskapelle der Zitadelle (Zugang über die Straße „Am Wallgraben“) statt. \nVersprechen werden gehalten: Nach der beeindruckenden Veranstaltung „1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland“ im Oktober konnte ein weiterer Termin mit dem Ensemble und dem Rezitator vereinbart werden. „Den Nazis eine schallende Ohrfeige versetzen“ wollte der überzeugte Pazifist Konrad Reisner und initiierte unter anderem gemeinsam mit Willy Brandt eine zunächst ausweglos erscheinende Kampagne: Reisner setzte alles daran\, für Carl von Ossietzky die Verleihung des Friedensnobelpreises zu erwirken\, um so den inhaftierten Journalisten und Herausgeber der Zeitschrift »Die Weltbühne« aus dem KZ Papenburg-Esterwegen zu befreien. Eine berührende Geschichte und eines von vielen mutigen Zeugnissen des Widerstands gegen das NS-Regime\, das an diesem literarischen Kammermusikabend zu hören sein wird.  \nDas Programm ist jenen mutigen Querdenkern und Künstlern gewidmet\, die sich bis zuletzt hartnäckig gegen den faschistischen Terror behaupteten. Zu Gehör kommen unter anderem Paul Celans „Todesfuge“ sowie Gedichte französischer Häftlinge des KZs Buchenwald. Bertolt Brechts satirischem „Lied vom Anstreicher Hitler“ steht Oskar Maria Grafs mutiger Aufruf »Verbrennt mich!« gegenüber\, Kurt Tucholskys bitterböser „Ode an Das Dritte Reich“ die ironisch-melancholischen Exil-Gedichte der jüdischen Schriftstellerin Mascha Kaléko.  \nMusikalisch umrahmt wird die Lesung durch große\, teils jedoch lange Zeit vergessene Werke für Bläserquintett. Sie stammen allesamt von Komponisten\, die zu Opfern der nationalsozialistischen Diktatur und des Holocausts wurden\, deren „Wille\, Kunst zu schaffen\, aber stets ebenso stark gewesen ist wie unser Wille zu überleben“. So fasste es Pavel Haas zusammen\, der hochbegabte tschechisch-jüdische Komponist und Schüler Leoš Janáceks\, interniert im KZ Theresienstadt\, später in Auschwitz ermordet. Neben Haas‘ Bläserquintett opus 10 erklingen die „Kleine Kammermusik“ des als „entarteten Künstler“ diffamierten Komponisten Paul Hindemith sowie „Sechs Bagatellen“ von György Ligeti\, der die Hälfte seiner Familie in deutschen Konzentrationslagern verlor. \nTickets sind zu 8 Euro in der Stadtbücherei\, Kulturhaus am Hexenturm\, Kleine Rurstraße oder per Mail an stadtbuecherei@juelich.de bestellbar. \n
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