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Leuchtend jeckes Vergnügen

Inzwischen schon "traditionell" - schließlich gibt es den Nachtzug nun schon ein paar Jahre - fällt in Koslar der Startschuss für den Straßenkarneval. Und der Zug scheint in jedem Jahr zu wachsen.

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Leuchtende Quallen "schwammen" durch die Dunkelheit. Foto: Rolf Sylvester
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Nicht kleckern, klotzen – könnte als Motto über dem diesjöhrigen Koslarer Nachtzug gestanden haben. Wagen an Wagen an Wagen zog die leuchtende Karawane durch die Straßen im Unterdorf des größten Jülicher Stadtteils. Eine kleine Handvoll Fußgruppen, die allesamt durch besonders kreative Kostümierungen ins Auge fielen, lockerten die Wagenreihe auf. Da schwammen beinahe zerbrechlich wirkende silbrige Quallen durch den Ort, schob das Deutsche Rote Kreuz Rettungswagen aus Pappe im Miniformat und Taekwondo-Sportler ließen gekonnt leuchtende Stöcke wirbeln.

Rund zwei Stunden lang dauerte das närrische Vergnügen, das im Jülicher Land inzwischen seit einigen Jahren den Straßenkarneval einläutet. Schon lange bevor die ersten Wagen am Rottplatz entlangrollten, säumten die jecken Zuschauer die Straße – viele von ihnen ebenfalls in farbenfrohe und vor allem leuchtende Kostüme gewandet. Und viele waren aus anderen Ortsteilen nach Koslar gekommen, Parkplätze waren Mangelware, am Straßenrand wurde es teils recht eng, vor allem rund um das Zentrum auf dem Rottplatz. Weite Wege nahmen auch manche Zugteilnehmer auf sich, die weiteste Anreise dürfte wohl die „Landjugend Zülpicher Börde“ gehabt habe, die anstelle der Kamelle kleine Beutel mit Zwiebeln und Kartoffeln und sogar ein paar Stangen Lauch im Gepäck hatten.

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Mit dabei unter anderem auch die rot-weißen Karnevalisten aus „Meetzehuuse“, die „Eerer Jugend“, eine Abordnung aus Brachelen und auch aus Jackerath. Sie alle aufzuzählen, ist angesichts der Fülle der Teilnehmenden schier unmöglich. Festzuhalten bleibt am Ende, dass die „IG Koslarer Nachtzug“ einmal mehr eine tolle Veranstaltung auf die Beine gestellt hat, die sich großer Beliebtheit erfreut hat. Obendrein, und dies ist so manchem Jecken positiv aufgefallen, haben es die Veranstalter ganz offenbar geschafft, die teilweise ohrenbetäubende Lautstärke der letzten Jahre auf ein deutlich „normaleres“ Maß herunterzufahren.

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Britta Sylvester
Klönschnacktee mit der Muttermilch aufgesogen und inzwischen beim rheinische Kölsch angekommen. Übt sich in der schreibenden Zunft seit Studententagen zwischen Tagespresse und Fachpublikationen und… wichtig: ließ das JüLicht mit leuchten.

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