Was für eine jecke und großartige Idee: Das Orga-Team der Weihnachtsparade bedankt sich beim Deutschen Roten Kreuz mit einer Wagenspende – für den Karnevalszug der Jugendrotkreuzler. Die Sanitätseinsatzkräfte hatten sich nämlich spontan und unkompliziert bereit erklärt, Unterstützung bei den sogenannten Terrorabsperrungen zu leisten. Ein Segen, damit die Parade im Dezember überhaupt stattfinden konnte, wie Patrick Dohmen, einer der Initiatoren der Weihnachtsparade berichtet. „Sie haben uns wirklich aus der Patsche geholfen. Das Rote Kreuz hat überhaupt nicht lange gezögert – sie haben sofort zugesagt. Dafür sind wir als Weihnachtsparade dem Roten Kreuz und auch den Maltesern unglaublich dankbar.“
Nach dem alten Prinzip „eine Hand wäscht die andere“ entwickelte Patrick Dohmen und Michael Ingelsperger, ebenfalls ein fester Bestandteil der Weihnachtsparade, die Idee, dem Jugendrotkreuz einen Karnevalswagen zu schenken.
Bei der Suche nach einem passenden Gefährt wurden die beiden schnell fündig. Es handelte sich um einen rund 4 × 2 Meter großen Wagen, der aussieht, als wäre er aus riesigen Legosteinen zusammengebaut. Das einzige Problem: Der ausgeguckte Karnevalswagen befand sich irgendwo im tiefsten Bayern. Den genauen Ortsnamen hat Patrick Dohmen inzwischen sogar vergessen. Schmunzelnd meint er: „Es war auf jeden Fall schon weit – und ganz sicher hinter der Weißwurstgrenze.“ Wer aber das Friedenslicht aus Wien nach Jülich holt, für den stellt diese Entfernung kein Hindernis dar. Kurzerhand machten sich die beiden auf den Weg nach Bayern. Vor der Abfahrt wurde noch schnell ein Anhänger ans Auto gehängt, um den Lego-Karnevalswagen sicher zurück transportieren zu können.
Nach rund sieben Stunden Fahrt erreichten Patrick Dohmen und Michael Ingelsperger ihr Ziel. Das Verladen an sich, war schnell erledigt – und hat es auch noch Laune gemacht. Patrick Dohmen grinst: „Eigentlich war die Reise das Ziel. Michael und ich hatten auf der Fahrt unglaublich viel Spaß.“ Nach einer kurzen Rast ging es direkt wieder zurück nach Hause.
Derzeit steht der auffällige Lego-Karnevalswagen in Jülich beim Deutschen Roten Kreuz. Der Spaß an der Freud‘ kam für die Sanitätskräfte auch erst in der kommenden Session. Das DRK teilte mit, dass für eine Teilnahme mit dem Zug in diesem Jahr leider die Kapazitäten fehlten. Es gäbe nicht genügend Kinder und Jugendliche, die den Wagen begleiten könnten. Zudem müsste das Gefährt vor seinem Einsatz noch
umgebaut werden, um den Anforderungen des Deutschen Roten Kreuzes im Karneval gerecht zu werden. Die Vorfreude bleibt – und wer den Lego-Karnevalswagen am Tulpensonntag 2027 entdeckt, wird sich erinnern an dessen langen Weg vom tiefsten Bayern bis ins schöne Rheinland und die HERZOGstadt.






















