Im Jahresdurchschnitt wurden 21.500 Menschen im Kreis Düren von der job-com unterstützt. Dabei geht es um finanzielle Hilfen und Leistungen zur Eingliederung in Arbeit im Gesamtumfang von rund 196 Millionen Euro, die für Mieten, Heizung, Regelbedarfe, Sozialversicherung, Bildung und Teilhabe und vieles mehr ausgegeben werden. Obwohl die Gesamtzahl der Arbeitslosen im Kreis Düren im Jahresverlauf 2025 um 2,3 Prozent angestiegen ist, lag die Zahl der Arbeitslosen in Betreuung der job-com mit 7636 Personen im Dezember sogar um 0,2 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Es ist der job-com zudem gelungen, die Zahl der Vermittlungen in sozialversicherungspflichtige Ausbildung und Arbeit mit 3024 Vermittlungen noch einmal gegenüber dem Vorjahr zu steigern (2024: rund 2900). „Die Zahl von 3024 Vermittlungen ist nicht nur eine statistische Größe. Hinter jeder Beschäftigungsaufnahme verbirgt sich ein Mensch, dessen Leben oder auch das einer ganzen Familie sich durch die Vermittlung verändert hat. Nicht nur durch größere wirtschaftliche Unabhängigkeit, sondern auch durch ein gestiegenes Selbstwertgefühl; gesellschaftliche Teilhabe und verbesserte Integrationschancen für Menschen mit Fluchthintergrund“, sagt Karl-Josef Cranen, Amtsleiter der job-com. Diese Erfolge seien durch intensiven Kontakt zu Arbeitgebern und eine hohe Kontaktdichte zu den Leistungsbeziehenden erreicht worden. Dazu wurden im Jahr 2025 55.000 Beratungsgespräche geführt.
Landrat Dr. Ralf Nolten und Karl-Josef Cranen begrüßen mit Blick auf das laufende Jahr die geplante Ablösung des Bürgergeldes durch die neue Grundsicherung, heißt es in einer Mitteilung der job-com. Am Prinzip der Solidarität werde festgehalten, so Cranen. Wer in Not sei, dem werde geholfen. Aber Solidarität sei „keine Einbahnstraße“. Weiter sprach er von einer Balance, in die das Fordern und Fördern wieder gebracht werde, indem auf mehr Mitwirkung und spürbare Konsequenzen bei Nicht-Mitwirkung gesetzt werde. Kritik am vorliegenden Gesetzesentwurf übte er bezüglich fehlender Beiträge zur Rechtsvereinfachung und Entbürokratisierung. Der Sozialstaat sei mit mehr als 500 Leistungen zu komplex und, so die Pressemitteilung, auf Dauer nicht finanzierbar. „Es bedarf weitgehender Reformen“, so Cranen weiter. Deshalb werden auch im Kreis Düren mit Spannung die Ergebnisse der von der Bundesregierung eingesetzten Kommission zur Sozialstaatsreform erwartet, die in Kürze bekanntgegeben werden sollen.






















