„Im März sehen wir derzeit eher eine Stagnation als die sonst übliche Frühjahrsbelebung. Der Arbeitsmarkt bleibt insgesamt verhalten. Zwar wurden mehr neue Stellen gemeldet als im Vormonat, sie richten sich jedoch überwiegend an Fachkräfte und passen nicht immer zu den Qualifikationen der Arbeitsuchenden“, kommentiert Ulrich Käser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Aachen-Düren, den Arbeitsmarktreport selbiger Agentur. „Gleichzeitig ist die Arbeitslosigkeit bei den über 50-Jährigen gestiegen. Darunter sind viele erfahrene Fachkräfte, die kurzfristig einsetzbar wären. Dieses Potenzial gilt es stärker zu nutzen“, ergänzt Käser. Im Zuständigkeitsbereich der Agentur für Arbeit (Arbeitslosenversicherung) erhöht sich die Arbeitslosigkeit um 49 Personen zum Vormonat. 16.163 Menschen werden aktuell durch die Arbeitsagentur betreut. Die Jobcenter (Grundsicherung) der Region betreuen 28.428 Kundinnen und Kunden, das sind 4 Personen weniger als im Vormonat. Unternehmen melden im März 1.505 neue Arbeitsstellen, 137 mehr als im Februar.
Endgültige Werte zur realisierten Kurzarbeit für September: Im September 2025 haben 118 Betriebe und 2012 Menschen in unserer Region kurzgearbeitet. Im genannten Monat waren vor allem das verarbeitende Gewerbe (Produktion) und das Baugewerbe betroffen.
Für den Februar 2026 legt die Statistik die endgültigen Daten zu den Anzeigen und betroffenen Personen vor. Danach zeigen für den Februar im Agenturbezirk Aachen-Düren 41 Unternehmen für 571 Personen Kurzarbeit an. Für die Zeit vom 1. bis zum 25. März 2026 erfasst die Statistik vorläufige Zahlen. Demzufolge zeigen im genannten Zeitraum insgesamt 27 Unternehmen Kurzarbeit für insgesamt 239 Personen an.
Im März bleibt die Gesamtarbeitslosigkeit nahezu unverändert. Sie erhöht sich um 45 Personen im Vergleich zum Vormonat (+0,1 Prozent). Im Vergleich zum März des Vorjahres sind 892 Personen (-2,0 Prozent) weniger von Arbeitslosigkeit betroffen. Aktuell sind im gesamten Agenturbezirk Aachen-Düren Ende März 44.591 Menschen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote bleibt unverändert bei 7,3 Prozent (+/-0,0 Prozentpunkte zum Vormonat). Im Vorjahresvergleich verringert sich die Arbeitslosenquote (März 2025: 7,5 Prozent).
Im Kreis Düren steigt die Arbeitslosenquote auf 7,7 Prozent (+0,1 Prozentpunkte zum Vormonat; +/-0,0 Prozentpunkte zum Vorjahresmonat). Es sind 11.487 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen (+183 oder +1,6 Prozent zum Vormonat). Im März erhöht sich die Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitslosenversicherung auf 3867 Personen. Gegenüber dem Vormonat sind 115 Personen (+3,1 Prozent) mehr arbeitslos. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöht sich die Zahl arbeitsloser Menschen um 152 Personen (+4,1 Prozent). Die Zahl der in der Grundsicherung (job-com Kreis Düren) betreuten Menschen im Kreis Düren erhöht sich um 68 auf 7620 Personen im Vergleich zum Vormonat (+0,9 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat verringert sich die Zahl arbeitsloser Menschen um 101 Personen (-1,3 Prozent).
Die Arbeitslosenquoten verändern sich an sieben von zehn Standorten der Arbeitsagentur Aachen-Düren. Die Spanne reicht im März 2026 von 4,4 Prozent in Monschau bis 8,2 Prozent in Aachen. In Jülich steigt die Quote von 7,2 Prozent im Februar auf 7,4 Prozent und liegt damit im unteren Mittelfeld.
Im März verringern sich die Zugänge in die Arbeitslosigkeit, sowie die Abgänge aus der Arbeitslosigkeit (zum Vormonat). 7426 Menschen beenden ihre Arbeitslosigkeit (-3,1 Prozent zum Vormonat und +3,8 Prozent zum Vorjahresmonat). 7467 Personen melden sich im Laufe des Monats arbeitslos (-0,2 Prozent zum Vormonat und -4,6 Prozent zum Vorjahresmonat).
Die Arbeitskräftenachfrage steigt im März gegenüber dem Vormonat deutlich. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber im Agenturbezirk Aachen-Düren melden im März insgesamt 1505 neue Arbeitsstellen, davon sind 1146 (76,1 Prozent) für unbefristete Beschäftigungsverhältnisse.
Die Zahl neuer Arbeitsstellen erhöht sich um 137 (+10 Prozent) und liegt damit über dem Niveau des Vormonats (Februar: 1368 Stellen). Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöht sich die Zahl neu gemeldeter Stellen ebenfalls (+4,2 Prozent). Im März sind insgesamt 6601 Arbeitsstellen gemeldet (+238 oder +3,7 Prozent im Vergleich zum März des Vorjahres).



















