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NRW Night zeigt wieder, wie Rap vereint

Es war wieder so weit: Die NRW Night ging in die zweite Runde und brachte Künstler aus verschiedenen Städten Nordrhein-Westfalens auf die Bühne des Zakk in Düsseldorf. Die NRW Night Vol. 2 verfolgte das Ziel, sowohl aufstrebende als auch bereits etablierte Artists der nordrhein-westfälischen Rapszene zusammenzubringen. Die Veranstaltung soll den Zusammenhalt innerhalb der Szene stärken, den Austausch fördern und die Vielfalt der regionalen Rapkultur sichtbar machen.

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Foto: Oliver Garitz
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Gleich zu Beginn sorgte ein Überraschungsmoment für Energie im Raum: Emm Dee, bereits bei der ersten NRW Night auf der Bühne, eröffnete als Special Guest den Abend und setzte direkt den Ton für eine energiegeladene Show. Direkt danach übernahm K.B die Stage und brachte mit ihrer Performance eine klare Portion Girl Power auf die Bühne. Die Hamburgerin, die bereits mit Veranstalter Allen zusammengearbeitet hat, machte schnell deutlich, worum es dem Konzept geht: Szenen verbinden, Grenzen auflösen und vor allem Frauen in der Szene sichtbarer machen.

Im weiteren Verlauf des Abends zeigte sich die gesamte Bandbreite der NRW-Rapszene in voller Stärke. Rastafari.50 aus Aachen konnte das Publikum mit seiner Präsenz direkt abholen, bevor Maauvaisdjoo nach rund eineinhalb Jahren sein Bühnen-Comeback feierte und damit sichtbar zurück auf die Live-Bühne fand. Auch Kairo.LB aus Köln, der bereits in der Vergangenheit Teil der NRW Night war, fügte sich nahtlos in die Energie des Abends ein und brachte Routine und Crowd-Erfahrung mit ins Set.

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Einen klaren Höhepunkt setzte danach die Kombination aus PRETTYFACECAPI und cj406 aus Wuppertal. Ihr Auftritt zündete besonders stark im Publikum, die Crowd ging bei fast jedem Track mit. Vor allem beim Song „Schaden“, entstanden gemeinsam mit O-Dog und Jacy von AC 520, eskalierte die Stimmung sichtbar und gehörte zu den lautesten Momenten des Abends. Der Track wurde später im 520er-Set noch einmal aufgegriffen und verstärkte dort den ohnehin schon hohen Energielevel erneut.

Den Abschluss des Abends übernahm schließlich AC 520 selbst. Die Crew bestehend aus G-Mon$y, Bobby Dresta, Og.O.Dog und JayCee52 aus Aachen brachte als Headliner noch einmal gebündelte Energie auf die Bühne. Als feste Größe der Underground-Szene in NRW lieferten sie ein souveränes Finale und rundeten den Abend entsprechend ab

520-Rapper Dresta gab anschließend noch einen persönlichen Einblick in seine Sicht auf das Event: „Als wir damals 2016 gestartet sind, war es viel schwieriger als heute. Zu unserer Zeit gab es sowas nicht. Wir waren einer der ersten Underground-Rapper und wir hatten sowas einfach nicht. Deswegen ist das einfach was Schönes, verstehst du? Es muss mehr geben für die nächste Generation.“ Auch Rapper O.Dog sieht das ähnlich und betont die Förderung junger Künstler: „Sowas sollte eigentlich öfter gemacht werden. Für die neue Generation ist das wichtig. Hier haben sie eine kleine Gewöhnung, wie es ist, vor Publikum aufzutreten. Das ist wichtig und richtig. Nicht viele machen das. Du musst sonst warten, bis du ein großer Rapper bist, um auf großen Festivals zu spielen. Für kleine Rapper oder Newcomer ist diese Erfahrung hier super.“

Der Sound des Abends war durchweg modern und orientierte sich an aktuellen Strömungen der Rap-Szene. Zwar setzten die meisten Artists auf Playback-Unterstützung, was mittlerweile bei vielen Live-Auftritten üblich ist, dennoch standen vor allem Energie und Bühnenpräsenz im Vordergrund. Die Künstler verstanden es größtenteils, das Publikum mitzunehmen und für durchgehend gute Stimmung zu sorgen. Auch wenn die Besucherzahl etwas geringer ausfiel als bei der ersten NRW Night, blieb die Atmosphäre stabil und die Crowd durchgehend aktiv.

Für die Moderation zwischen den Auftritten sorgte das junge Talent Tamacou, der den Abend souverän begleitete und die Energie im Publikum konstant hielt. Er fasste die Stimmung so zusammen: „Am Anfang war es etwas still im Publikum, aber trotzdem haben wir es geschafft, die Leute bis zum Ende auf das Level von guter Stimmung zu bringen, das wir wollten.“

Auch abseits der Bühne war einiges geboten: Barber Nez Cuts war erneut vor Ort und sorgte mit frischen Haarschnitten für neue Looks bei Besuchern und Künstlern. Außerdem war Grills by AC vertreten und fertigte direkt vor Ort Grillz, also Zahnschmuck-Aufsätze, an. Auch einige der auftretenden Artists nutzten dieses Angebot.

Veranstaltet wurde das Event von Fire Events Agency und dem Kulturzentrum Zakk aus Düsseldorf. Hinter Fire Events steht der erst 18-jährige Allen Francis Passarge. Die Idee hinter dem Projekt beschreibt er so: „Künstler, die gerade im Hype sind und damals ihren Hype hatten, wieder zusammenzubringen, sich auf der NRW Night zu connecten und so ein gemeinsames Zusammenhaltsgefühl herzustellen.“ Allen sieht darin eine wichtige Aufgabe für die Szene: „Ich glaube, Zusammenhalt haben wir ein bisschen zu wenig in NRW und er ist über die Jahre verschwunden“, sagt er. Für ihn ist die NRW Night auch ein persönliches Herzensprojekt: „Dieses Projekt hat mir so viel Kraft gegeben und mir gezeigt, was möglich ist. Die NRW Night hat mich inspiriert und mir das Gefühl gegeben, dass hier in NRW etwas fehlt, das wir brauchen.“

Langfristig soll die NRW Night zu einer festen Plattform wachsen, die Künstlern ein Stück „Zuhause“ bietet. Im Mittelpunkt steht dabei die Vernetzung verschiedener Generationen von Rappern und Künstlern, um den Gemeinschaftsgedanken in der NRW-Rapszene wieder stärker zu fördern. Die zweite Ausgabe zeigte erneut, wie vielfältig und lebendig die regionale Musikszene ist. Auch wenn die NRW Night Vol. 3 erst im kommenden Jahr stattfinden soll, laufen die Planungen bereits. Veranstalter Allen möchte das Event weiter wachsen lassen und kann sich vorstellen, künftig die Headliner-Shows des Abends in der großen Halle des Zakk zu veranstalten. Damit soll die NRW Night ihre Rolle als Plattform für Vernetzung und Zusammenhalt der NRW-Rapszene weiter ausbauen. Um auf dem Laufenden zu bleiben, was die NRW Night angeht, folgt Fire Events Agency auf Instagram.

https://www.instagram.com/fire_events_agency/


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