Von Rap über Pop und Indie bis hin zu elektronischen Klängen war das Wochenende musikalisch sehr abwechslungsreich. Besonders die Hauptacts der einzelnen Tage machten deutlich, wie breit das Festival aufgestellt ist: Am Freitag stand Levin Liam auf der Bühne, am Samstag sorgten die Sportfreunde Stiller für einen großen gemeinsamen Moment und am Sonntag setzte OG Keemo den Schlusspunkt. Neben der Musik gab es auch auf dem Gelände einiges zu entdecken. Verschiedene Stände und Projekte ergänzten das Festival und sorgten dafür, dass das KIMIKO mehr war als nur eine Konzertfläche. Dabei fanden auch regionale Ideen und soziale Projekte ihren Platz.
Der Freitag startete zunächst mit typischem Festivalwetter: Regen, nasse Wege und echtes Gummistiefel-Wetter. Trotzdem ließen sich die Besucher die Stimmung nicht nehmen. Schon am ersten Tag zeigte sich, wie unterschiedlich das Publikum des KIMIKO ist. Auch musikalisch spiegelte der Tag diese Vielfalt wider. Mit Acts wie PA69, Audio88 & Yassin, RAUM27 und weiteren Künstlern zeigte das Festival verschiedene Facetten der aktuellen Musikszene. Von Rap über Pop bis zu elektronischen Einflüssen war für unterschiedliche Geschmäcker etwas dabei. Besonders der Auftritt von Levin Liam zeigte eine ruhigere Seite des Festivals. Mit seiner Art, deutschen Soul modern umzusetzen, sorgte er für einen besonderen Moment und zeigte, dass das KIMIKO nicht nur von großen Showmomenten lebt, sondern auch von Atmosphäre.
Am Samstag füllte sich das Festivalgelände weiter, und auch das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite. Der große Höhepunkt des Tages waren die Sportfreunde Stiller. Mit bekannten Songs wie „Applaus, Applaus“ begeisterten sie das Publikum und machten deutlich, wie generationenübergreifend das Festival funktioniert. Ob jung oder alt – jeder kannte die Texte der Band und sang begeistert mit. Die Erfahrung der Band war dabei deutlich zu merken. Sie schafften es, das Publikum mitzunehmen. Selbst Moshpits entstanden bei einer Band, die man vielleicht nicht direkt damit verbinden würde. Eine kurze Unterbrechung wegen eines medizinischen Notfalls stoppte den Auftritt zwar kurz, danach ging es aber problemlos weiter.
Der Sonntag brachte schließlich den Abschluss mit OG Keemo. Seine Show war intensiv, energiegeladen und zeigte noch einmal eine ganz andere Seite des Festivals. Für viele jüngere Besucherinnen und Besucher war sein Auftritt ein besonderes Highlight, gilt OG Keemo doch als eines der wichtigsten Aushängeschilder des deutschen Rap. Mit seiner unverwechselbaren Art, persönliche Texte, starke Beats und eine besondere Atmosphäre miteinander zu verbinden, hat er sich einen festen Platz an der Spitze der Szene erarbeitet. Umso besonderer war es, ihn auf einer Festivalbühne in Aachen zu erleben. Unterstützt wurde OG Keemo dabei wie gewohnt von seinem langjährigen Weggefährten und Produzenten Funkvater Frank, der als DJ und Hype-Man Teil der Show war – obwohl er nach seinem Auftritt auf dem Süd Süd Festival am Vortag hörbar mit einer angeschlagenen Stimme zu kämpfen hatte. Für einen besonderen Moment sorgte schließlich die Verbindung zur regionalen Musikszene: OG Keemo holte den Aachener Sänger Sumpa auf die Bühne. Gemeinsam performten sie ihren Song „Petrichor“ und schufen damit einen der besten Momente des Abends, der die regionale Szene mit einem großen Festivalmoment verband.
Auch regionale Musik bekam beim KIMIKO ihren Platz. Mit Fluegge stand am Sonntagnachmittag zudem eine Band aus Jülich auf der Bühne und zeigte, wie wichtig es ist, Künstler aus der Region einzubinden. Gerade hier liegt für die Zukunft noch Potenzial: Die regionale Musikszene könnte auf dem Festival noch stärker sichtbar gemacht werden. Auch organisatorisch gab es kleinere Punkte, die verbessert werden könnten. Gerade für die Dokumentation und Fotografie war es nicht immer einfach, bestimmte Momente optimal festzuhalten. Solche Dinge gehören aber eher zu den kleinen Verbesserungsmöglichkeiten und ändern nichts an der grundsätzlichen Festivalatmosphäre.
Am Ende zeigte das KIMIKO vor allem eines: Das Festival lebt von seiner Mischung. Unterschiedliche Musikrichtungen treffen aufeinander, bekannte Namen stehen neben neuen Künstlern und Besucher verschiedener Altersgruppen feiern gemeinsam. Vom verregneten Freitag bis zum sonnigen Abschluss am Sonntag war das KIMIKO ein Wochenende, das gezeigt hat, welchen Stellenwert ein solches Festival für Aachen und die Region haben kann.
Das KIMIKO kehrt 2027 zurück. Wer auf dem neuesten Stand bleiben möchte, findet alle aktuellen Informationen auf der offiziellen Website des Festivals.
Link zur Galerie für alle App-Nutzer






























































