Start Hintergrund Begrüßung zur Verleihung der Klippe 2026

Begrüßung zur Verleihung der Klippe 2026

Katja Böcking, Parteivorsitzende der SPD Jülich, begrüßte die Gäste anlässlich der Verleihung der Klippe 2026.

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Katja Böcking, Parteivorsitzende der SPD Jülich. Foto: Dorothée Schenk
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Ein Tier in sein Leben zu lassen, bedeutet auch, ein Familienmitglied aufzunehmen. Und um ein Familienmitglied kümmert man sich. In guten wie in schlechten Zeiten.
Im besten Fall gibt es keine schlechten Zeiten.

Aber es kann trotzdem passieren, dass das Geld nicht reicht für das Futter oder für die Arztrechnung. Dann steht man vor der Frage: Wie kann ich mein Tier versorgen? Wie kann ich sicher gehen, dass es ihm gut geht? Wie können wir zusammenbleiben?

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Und genau hier beginnt die besondere Arbeit von SAMT e.V., unserem diesjährigen Preisträger der Jülicher Klippe. Denn SAMT hat verstanden, dass man auch den Tieren helfen muss, um einen Menschen nicht allein zu lassen.

Und damit herzlich willkommen Ihnen allen hier in der Schlosskapelle zur Verleihung der Jülicher Klippe 2026.

Mit großer Freude heiße ich alle Mitglieder, Freunde und Förderer des Vereins SAMT herzlich willkommen.

Und ganz besonders begrüße ich die Gründerin und Vorsitzende Irene Launer-Hill.

Es freut mich sehr, dass auch Herr Bürgermeister Fuchs heute wieder dabei ist und ein Grußwort halten wird. Herzlich willkommen auch den weiteren Vertretern der Stadtverwaltung sowie den Vorsitzenden und Mitgliedern unserer örtlichen Vereine. Vielen Dank, dass Sie unserer Einladung gefolgt sind und diesen besonderen Anlass mit uns feiern.

Besonders begrüße ich auch unsere beiden Laudatorinnen Anne Gatzen und Kerstin Martensen. Ich habe mir sagen lassen, dass sie etwas ganz Besonderes vorbereitet haben.

Liebe Anne, als Mitgründerin des Vereins SAMT auch in dieser Funktion ein herzliches Willkommen!

Mein Dank gilt auch unserem Musiker Roman Schmitz, der mit seinen Klängen bereits für eine feierliche Stimmung gesorgt hat und uns weiter durch den Abend begleiten wird.

Die Jülicher Klippe verleihen wir für langjähriges soziales und ehrenamtliches Engagement. Da passt es richtig gut, dass unser diesjähriger Preisträger in diesem Jahr sogar ein Jubiläum feiert. Und zwar das 20-Jährige.

An dieser Stelle von mir meinen herzlichen Glückwunsch; und ich finde, das ist einen großen Applaus wert! Beim anschließenden Sekt-Empfang im Museums-Bereich werden wir natürlich auch auf das Jubiläum anstoßen.

Sollten Sie sich gefragt haben, was die Jülicher Klippe ist, hier im Flachland der Jülicher Börde? Es ist, wir haben es hier einmal stark vergrößert auf der Leinwand abgebildet, ein kleines Stück Metall mit dem Jülicher Wappen.

Klippe stammt nämlich vom schwedischen Wort „klippa“ ab und bedeutet schneiden oder abknipsen. Es bezieht sich auf die Herstellung von Münzen. In Not-Zeiten wurden vom Silbergeschirr kleine Teile abgeknipst, mit dem herzöglichen Wappen versehen und ausgegeben. Es galt dann als Not-Währung in Krieg- oder Krisenzeiten.

Krieg und Krisen haben wir zur Zeit mehr als genug und kommen da auch gar nicht mehr raus. Aber das ist für die Ehrenamtlichen des Vereins SAMT kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Sie haben stets die Tiere und die Menschen im Jülicher Land im Blick.

Sie sind die Notklippe, wenn Menschen nicht mehr weiter wissen oder weiter können. Sie sind die Notklippe für vernachlässigte Tiere. Sie sind die Notklippe für die Menschen, die zu den Tieren gehören.

SAMT sieht nicht nur das Tier, das Hilfe braucht, SAMT sieht den Menschen dahinter.

Denn dafür steht SAMT:
S für soziale
A für Arbeit
M für Mensch und
T für Tier

Was genau umfasst nun die Arbeit von SAMT?
1. Medizinische Versorgung von Haustieren bedürftiger Tierhalter.
2. Beratung und Hilfestellung für in Not geratene Tierhalter.
3. Beratung und Förderung zur artgerechten Haltung von Haustieren.
4. Vermittlung von Haustieren; bevorzugt ältere Tiere an Senioren (auch in Seniorenheimen).
5. Futterausgabe für bedürftige Tierhalter: die sogenannte Tafel für Tiere.
6. Informationsaustausch und Kooperation mit Tierschutzorganisationen, Tierärzten sowie sozialen Vereinen und zuständigen Behörden in der Region Nordkreis.

Und als ob das nicht schon genug wäre, so hat man das Gefühl, wenn man mit Irene und Hans spricht, alles was sonst so anfällt bei ihrem Einsatz: Sei es ein Einsatz zur Rettung verwahrloster Tiere. Oder Hilfe bei der Vermittlung einer Wohnung auch mal ganz ohne Tier. Oder das allgemeine unermüdliche Engagement zur Kastration von Katzen, um ungewollte Kitten in Müllsäcken zu verhindern.

Sie sind Vermittlerinnen, Möglichmacherinnen und Hoffnungsbringerinnen. Immer mit dem Blick auf Mensch und Tier.

In Zeiten, in denen alles teurer wird, auch das Tierfutter; in Zeiten, wo das Geld immer knapper wird in den privaten wie auch öffentlichen Kassen; in Zeiten, in denen der Ton rauer wird, ist es wichtig, dass wir die Menschen und ihre Tiere nicht aus den Augen verlieren. Denn es gibt sehr gute Gründe, in diesen Zeiten ein Haustier zu haben.

Sie helfen die Einsamkeit zu verringern und geben einem das Gefühl, gebraucht zu werden.
Sie geben dem Tag Struktur und verbessern die Stimmung.
Ein Tier urteilt nicht, bewertet nicht. Es liebt die Person, die gut zu ihm ist.
Und das ist ein unbezahlbares Geschenk.

Und SAMT ermöglicht ein solches Geschenk auch den Menschen, die es sich eigentlich nicht leisten könnten. Sie bringen Menschen und Tiere zusammen für ein Leben wieder mit Sinn und Alltag.
Das ist nicht nur Tierschutz, sondern auch Menschenschutz.
Und deswegen bin ich froh, dass wir einen so engagierten Verein wie SAMT in Jülich haben.

Sie helfen mit Sachspenden, mit Tatkraft, mit einem offenen Ohr.
Sie unterstützen in akuten wie in länger andauernden Notlagen.
Sie sind immer und für alle da unabhängig ob Mensch oder Tier.
Deswegen vielen Dank für dieses herausragende Engagement!

Zur Preisverleihung


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