Beim Herbstrennen auf der Motocross-Strecke des MSC Kleinhau stand das Saisonfinale der Deutschen Amateur-Motocross-Meisterschaft auf dem Programm. In knapp 20 Klassen kämpften die Fahrerinnen und Fahrer um die letzten Punkte der Saison.
Schon beim Blick auf die Strecke wird deutlich, was den besonderen Reiz von Kleinhau ausmacht. Von den höher gelegenen Stellen geht der Blick weit über das Gelände, während die Fahrer mit ihren Motorrädern die unterschiedlichen Höhen und Hügel der Strecke bewältigen.
Sie rasen die Hänge hinauf, stürzen sich wieder hinunter und fliegen über die Kuppen. Für die Zuschauer ist das spektakulär anzusehen – besonders dann, wenn mehrere Fahrer gleichzeitig durch die Luft gehen und kurz darauf wieder im Staub der Strecke verschwinden.
Sportlich ging es dabei um mehr als nur den Tagessieg. Nach Trainings- und Zeitläufen entschieden zwei Rennläufe über die Punkte. Das Zeittraining bestimmte die Startaufstellung, bevor es in den entscheidenden Rennen um die letzten Meisterschaftszähler ging.
„Wir haben jetzt hier das Finale. Das ist das letzte Rennen“, erklärte Guido Barth, Pressesprecher des MSC Kleinhau, im Vorfeld. Für einige Fahrer fiel damit erst nach dem letzten Lauf die Entscheidung über den Meistertitel.
Hinter dem Verein lag ohnehin eine ereignisreiche Saison. Der MSC Kleinhau feierte sein 60-jähriges Bestehen und hatte neben dem Herbstrennen unter anderem eine Weltmeisterschaft ausgerichtet.
Auch das bekannte Flutlicht- beziehungsweise Mairennen zieht regelmäßig Fahrer und Zuschauer weit über die Region hinaus an. Rund 700 Fahrer waren dort bereits am Start. Insgesamt kamen rund 10.000 Zuschauer.
Das Herbstrennen war zwar kleiner, lockte aber ebenfalls zahlreiche Menschen nach Kleinhau. Rund 250 Fahrer gingen an den Start. Dazu kamen nach Schätzungen des Vereins zwischen 1000 und 2000 Zuschauer. Damit war die Veranstaltung nicht nur sportlich, sondern auch für die Region rund um Hürtgenwald und den Kreis Düren von Bedeutung.
Für Guido Barth ist neben dem Motorsport vor allem die Gemeinschaft ein wichtiger Teil des Vereins. „Das ist im Prinzip auch ein bisschen wie eine riesige Familie“, sagte er. Fahrer helfen sich gegenseitig, wenn am Motorrad etwas kaputt geht, Ausrüstung wird weitergegeben, und auch der Nachwuchs findet Unterstützung.
Mit dem Herbstrennen fand das Motorsportjahr des MSC Kleinhau einen spektakulären Abschluss. Ganz vorbei war die Saison damit allerdings noch nicht: Im November steht noch ein Vier-Stunden-Rennen als Spaßveranstaltung auf dem Programm.
Die Ergebnisse des Rennwochenendes und die Meisterschaftsentscheidungen gibt es hier zum Nachschauen.















































