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Viele Veränderungen, eine Konstante

In 50 Jahren hat sich viel verändert, auch in der Rur-Apotheke. Eine Konstante aber gibt es, und die heißt Petra Stielke.

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Das fast vollständige Team der Rur-Apotheke. Foto: Rur-Apotheke
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Seit Adelheid Darrelmann am 2. November 1976 zum ersten Mal die Türen ihrer Apotheke öffnete, ist die ausgebildete Apothekenhelferin Petra Stielke mit an Bord. Gleich nach Abschluss ihrer Ausbildung ist die 18-Jährige in das damals nur vierköpfige Team eingestiegen und hält ihrer Rur-Apotheke seither die Treue.

Eigentlich dürfte Petra Stielke ihren Ruhestand bereits genießen, aber „sie kann wohl nicht ganz ohne uns“, lacht Apothekerin Christina Lohmeier-Knur und erzählt, dass die erfahrene Kraft immer noch an zwei Tagen in der Woche mitarbeitet.

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Statt der anfangs 4 arbeiten inzwischen 20 Menschen in der Rur-Apotheke – die meisten sind Frauen, nur unter den Boten sind zwei Männer dabei. Der angebotene Botendienst zählt zu den Neuerungen der vergangenen fünf Jahrzehnte, berichtet die Inhaberin.

Feiert gemeinsam mit „ihrer“ Apotheke ein besonderes Jubiläum: Petra Stielke. Foto: Rur-Apotheke

Auch im Backoffice, dem Arbeitsbereich von Petra Stielke, hat sich einiges getan in den letzten 50 Jahren. Statt Schreibmaschine und Fax ist der Computer heute das wichtigste Arbeitsgerät für Apothekenhelferinnen. Deren Berufsbezeichnung ist übrigens inzwischen auch eine andere: Pharmazeutisch-kaufmännische Assistentin, kurz PKA, wäre Petra Stielke heute geworden.

Zu ihren Hauptaufgaben zählen die Organisation des Lagers, Warenbestellung und Verwaltung. „Ohne würde hier nichts laufen“, bringt Lohmeier-Knur die Wichtigkeit dieses Jobs auf den Punkt.

Kompressionsstrümpfe fachlich korrekt anzupassen, ist ebenfalls in den letzten Jahren zu den Punkten auf Petra Stielkes Plan dazu gekommen. Aber ihre Lieblingsaufgabe, da sind sowohl die Chefin als auch der Rest des Teams sich sofort einig, ist: „Dekorieren!“
An dieser Stelle: Herzlichen Glückwunsch zu diesem besonderen Berufsjubiläum.

Einen Blick in die Vergangenheit zeigt dieses Bild. Foto: Rur-Apotheke

Das Spektrum der Angebote in einer Apotheke sei heute deutlich breiter gefächert als vor 50 Jahren, versucht Christina Lohmeier-Knur den Wandel aus fünf Jahrzehnten in einen Satz zu fassen. Neben der Digitalisierung zahlreicher Prozesse vor allem hinter den Kulissen hätte sich auch die Beratungstätigkeit am sogenannten HV-Tisch, dem Handverkaufs-Tisch, über den alle Produkte gehen, deutlich verändert.

Hätten die Kunden früher vor allem im Krankheitsfall Beratungsbedarf gehabt und vorrangig Fragen zu den verordneten Medikamenten gehabt, stünden heute vor allem Gesundheit und Prävention im Mittelpunkt. Eine Entwicklung, die die Apothekerin ausdrücklich begrüßt. „Unser System schaut viel zu sehr auf Krankheiten. Dabei ist der Präventionsansatz viel wichtiger“, findet die Fachfrau.

Das Team von Christina Lohmeier-Knur hat etwa zwei Fachberaterinnen in seinen Reihen, die zum Thema Darmgesundheit eine Reihe Tipps geben können. Auch Blutabnahmen und die dazugehörige Analyse seiner Bestandteile gehören inzwischen zum Service. Für die Zukunft sei außerdem geplant, auch venöses Blut beispielsweise für ein sogenanntes „großes Blutbild“ in Apotheken abnehmen zu dürfen, berichtet Lohmeier-Knur von Plänen der Gesundheitsminister.

Auch für weitere Impfungen mit Totimpfstoffen sollen Patienten künftig in die Apotheke statt in Arztpraxen gehen können. „Gegen Corona und Grippe dürfen wir schon impfen“, erklärt die Apothekerin.

Das wohl ungewöhnlichste Angebot der Rur-Apotheke ist ein sogenannter „Safe Space“. Ein Plakat in den Fenstern weist darauf hin, dass hier eine Anlaufstelle für alle Jugendlichen ist, die nicht wissen wohin mit ihrem Problem. „Unser Vorteil ist die immer offene Tür“, findet Christina Lohmeier-Knur. „Außerdem ist der Gang in die Apotheke unauffällig.“

Hinter diesem Engagement verbirgt sich eine Idee des Vereins „OurGenerationZ“: Teilnehmende Apotheken dienen als niedrigschwellige Anlauf- und Lotsenstellen für Jugendliche in schwierigen Situationen. „Wir sind eine Art Lotsenstelle. Wir beraten nicht, sondern vermitteln weiter“, so die Apothekerin. Bisher habe zwar noch niemand das Angebot gebraucht, freut sie sich, aber „wenn nur einer kommt, dem es hilft“, dann habe es sich schon gelohnt.

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Klönschnacktee mit der Muttermilch aufgesogen und inzwischen beim rheinischen Kölsch angekommen. Übt sich in der schreibenden Zunft seit Studententagen zwischen Tagespresse und Fachpublikationen und… wichtig: ließ das JüLicht mit leuchten.

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