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Priscilla Presley: Was macht die denn hier?

Königlicher Besuch in Baesweiler: Drei Tage lang war die Ex-Frau von Elvis Presley, Priscilla Presley, zu Gast in Baesweiler. Der Besuch der US-Amerikanerin sorgte für einen Hauch von Hollywood in der Stadt.

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Künstler Detlef Malinkewitz (v.l.) initiierte den Besuch von Priscilla Presley und ihrem Sohn Navarone Garibaldi Garcia in Baesweiler. Foto: Oliver Garitz
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Dass Jane Spencer – so heißt Priscilla Presley in „Die nackte Kanone“ – einmal in der Gegend zu Gast sein würde, hätte wohl nicht jeder erwartet. Der Grund für ihren Besuch war ein besonderer Auftritt: Im Gymnasium Baesweiler präsentierte sie „An Evening with Priscilla Presley“. Begleitet wurde sie bei ihrer Reise von ihrem Sohn, dem Modedesigner Navarone Garibaldi Garcia. Bei der Gesprächsveranstaltung gewährte Priscilla dem Publikum persönliche Einblicke in ihr Leben mit Elvis Presley, ihre eigene Karriere und ihre Aufgabe, das Vermächtnis des „King of Rock ’n’ Roll“ für kommende Generationen zu bewahren. Ergänzt wurde der Abend durch private Filmaufnahmen aus ihrem Archiv, die Elvis auch von seiner humorvollen Seite zeigten – etwa bei gemeinsamen Ausflügen und auf Reisen.

Dabei blickte die mittlerweile 81-Jährige auf die verschiedenen Stationen ihrer Beziehung zurück: vom ersten Kennenlernen über die gemeinsame Ehe bis zu den Jahren nach Elvis’ Tod. Sie erinnerte sich an ihn als liebevollen Vater ihrer gemeinsamen Tochter Lisa Marie. Gleichzeitig sprach sie offen über die Trennung und erklärte, dass sie den gemeinsamen Lebensstil irgendwann nicht mehr habe weiterführen können und zunächst zu sich selbst finden musste. Dennoch habe sie Elvis immer geliebt und bezeichnete ihn als die Liebe ihres Lebens.

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Auch Elvis’ Comeback-Special von 1968 war Thema des Abends. Obwohl sie selbst ein Fan gewesen sei, habe sie ihn zuvor noch nie live auf der Bühne erlebt. Besonders bewegend waren ihre Erinnerungen an den 16. August 1977, als sie vom Tod Elvis’ erfuhr. Nach seinem Tod und dem zwei Jahre später folgenden Tod seines Vaters Vernon übernahm Priscilla die Verantwortung dafür, Graceland und Elvis’ Vermächtnis zu bewahren. Damit blieb Elvis ein zentraler Bestandteil ihres Lebens – auch über ihre gemeinsame Zeit hinaus.

Doch Priscilla Presley blickte nicht nur auf ihre Beziehung zu Elvis zurück, sondern auch auf ihre eigene Karriere. Sie erzählte von ihren Rollen in der Fernsehserie „Dallas“ und der Filmreihe „Die nackte Kanone“, deren Erfolg sie selbst überrascht habe. Besonders die Zusammenarbeit mit Leslie Nielsen habe ihr viel Spaß gemacht. Ihren früheren Filmpartner vermisse sie bis heute.

Neben diesen Erinnerungen an ihre Karriere kam auch ein sehr persönlicher Verlust zur Sprache: der Tod ihrer Tochter Lisa Marie. Priscilla erinnerte sich an den Anruf aus dem Krankenhaus und machte deutlich, wie schwer dieser Verlust für sie bis heute ist. Zudem berichtete sie von ihrem Buch Softly, As I Leave You – Mein Leben nach Elvis, das ihr geholfen habe, die Erlebnisse ihres Lebens aufzuarbeiten.

Priscilla beschreibt das Konzept des Abends auf der Pressekonferenz so: „Diese Abende sind eine spezielle Möglichkeit, persönliche Erinnerungen und Erfahrungen zu teilen. Man ermöglicht den Zuschauern, mehr über die Person hinter der Legende (Elvis) und die Momente, die sein Leben gestaltet haben, zu erfahren.“

Dass Priscilla Presley ausgerechnet nach Baesweiler gekommen ist, war kein Zufall. Der Kontakt kam durch den in Baesweiler geborenen Künstler und Kulturinitiator Dr. Detlef Malinkewitz zustande, der 1996 mit seiner Interpretation von Elvis’ Song „In the Ghetto“ unter dem Namen Ghetto People feat. L-Viz international erfolgreich war.

Was ihn mit Elvis Presleys musikalischem Vermächtnis verbindet, beschrieb Malinkewitz auch auf der Pressekonferenz. Er sagte, er sei stolz darauf, eine moderne Version von Elvis’ Song „In the Ghetto“ gemacht zu haben, auch wenn das inzwischen schon einige Zeit zurückliege. „Wir haben es nicht nur geschafft, 12 Millionen Platten der Version weltweit zu verkaufen, ich bin auch ziemlich stolz darauf, dass ich Priscilla ein bisschen dabei helfen konnte, Elvis Presleys Legacy am Leben zu erhalten. Das war meine Intention“, sagte der Künstler.

Der Besuch von Priscilla Presley zeigte, wie lebendig Elvis Presleys Vermächtnis bis heute ist und welche Bedeutung er noch immer für seine Fans hat. Dass die ehemalige Ehefrau der Rock’n’Roll-Legende ihre persönlichen Erinnerungen in Baesweiler teilte, war etwas Besonderes für die Region. Ein Hauch von Musikgeschichte und Hollywood mitten in der StädteRegion Aachen – das erlebt man schließlich nicht alle Tage. Doch nun heißt es auch für Priscilla: „Priscilla has left the building!“


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