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Live-Schalte ans Patientenbett

Die Krankenhäuser Jülich und Düren erweitern ihre Zusammenarbeit und sind jetzt telemedizinisch verbunden,

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Von Jülich live nach Düren schalten - die Telemedizin macht es möglich. Foto: Christoph Lammertz / Ziel.media
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Der intensive Austausch mit Kolleginnen und Kollegen ist ein Fundament guter Medizin. Andere Einschätzungen hören, Hinweise aufnehmen, über die beste Therapie beratschlagen – Medizin ist bestenfalls Teamwork zum Wohle der Patienten.

Und wenn sich das Team um weitere Mitspieler ergänzen lässt, können die Patientinnen und Patienten nur profitieren, heißt es aus den Krankenhäusern in Jülich und Düren. Das sei das Prinzip einer Entwicklung, die in den vergangenen Jahren immer größere Bedeutung gewonnen habe: Telemedizin. Dieser Erkenntnis folgend, lag es für beide Häuser nahe, ihre zum Ende des vergangenen Jahres begonnene Zusammenarbeit um den Aspekt der Telemedizin zu erweitern.

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Über das speziell für die Intensivmedizin entwickelte Assistenz- und Monitorsystem „Mona“ sind die Intensivstationen der beiden Kliniken jetzt vernetzt. Die Ärzteteams auf beiden Seiten tauschen sich nun regelmäßig über Behandlungsfragen aus und nutzen so einen noch größeren Pool an Wissen und Erfahrung.

„Kollegialer Austausch ist immer hilfreich“, sagt Dr. Christoph Walter, der Ärztliche Direktor des Krankenhauses Jülich. „Mit Mona nutzen wir ein System, das uns nicht nur live ans Patientenbett des jeweils anderen Hauses schaltet, sondern uns auch gleichzeitig alle relevanten Daten wie Vitalwerte, Labordaten oder elektronische Patientenakten zur Verfügung stellt. Das ermöglicht eine sehr effiziente und fundierte Zusammenarbeit.“
Auch Professor Stefan Schröder, Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin im Krankenhaus Düren, ist ein großer Befürworter dieser telemedizinischen Möglichkeiten: „Wie die Kolleginnen und Kollegen in Jülich sind wir schon seit einigen Jahren mit der Uniklinik Aachen telemedizinisch verbunden, um die Behandlung unserer Patientinnen und Patienten auf ein noch breiteres Fundament von Expertenwissen zu stellen. Dass wir jetzt den direkten Draht von Düren nach Jülich und von Jülich nach Düren haben, freut mich sehr.“

Neben den vielfältigen digitalen Funktionen und Features, die das System bietet, sei vor allem der Austausch von Angesicht zu Angesicht sehr positiv, findet Schröder: „Er hat einfach eine andere Qualität, als wenn man kurz zum Telefonhörer greift.“ Die telemedizinische Vernetzung, sind sich Professor Schröder und seine Jülicher Chefarzt-Kollegin Dr. Sabine Tack einig, erhöhe die Chance, auch schwerste Erkrankungsfälle im Kreis Düren erfolgreich behandeln zu können und die Patientinnen und Patienten nicht an Unikliniken verlegen zu müssen.
Damit passt diese Kooperation in das Konzept, auf dem die noch junge Zusammenarbeit der beiden Häuser in den Bereichen Kardiologie, Geriatrie, Intensivmedizin und Weiterbildung basiert. Ziel sei die bestmögliche Patientenversorgung im Kreis Düren, erklärten die Geschäftsführer Stefan Kück aus Jülich und sein Dürener Kollege Joschua Hannemann. Inhaltlich geht es dabei um schnelle, unkomplizierte und reibungslose Verlegungen von Patientinnen und Patienten etwa aus Jülich in die Dürener Kardiologie oder aus Düren zur Weiterbehandlung in die Jülicher Geriatrie.


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