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Mundart zum Mitsingen

Martin Schädlich ist Trompeter und Dirigent. Aufgewachsen ist er in Jülich, studiert hat er in Mainz und Frankfurt, heute lebt er in Quadrath-Ichendorf. Er spielt unter anderem bei den Juliacum Brassers und ist Dirigent des Collegiums Musicum und der Brass Band Düren. Außerdem leitet er das Projekt „Brass für Spaß“. Die Idee zu diesem Mitsingkonzert entstand, nachdem der Dirigent seit drei bis vier Jahren als Solist mit seiner Trompete unterwegs war.

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Martin Schädlich ist in der fünften Jahreszeit der "Troetejung". Foto: Helmut Hanner Fotografie
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Er wurde für Hochzeiten, Geburtstage, Firmenfeiern und andere Anlässe gebucht. Dabei äußerten Gäste immer häufiger den Wunsch nach kölscher Musik – so hat sich der Trompeter im Laufe der Zeit ein relativ großes Repertoire aufgebaut. Nachdem sich Schädlich die kölschen Songs angeeignet hatte, begann er, auch im Karneval aufzutreten, etwa bei Sitzungen und Partys. Schließlich entstand die Idee zu einem Mitsingkonzert, das er erstmals in Lechenich ausprobierte.

Den Abend kann man sich folgendermaßen vorstellen: Die Songs werden als Halbplayback gespielt. Das bedeutet, dass die Instrumentalspuren vom Band laufen, während die Lieder live gemeinsam gesungen werden. Die Songs werden entweder per Beamer an die Wand projiziert oder Liederhefte verteilt, sodass jeder den Text hat. Anschließend werden die Lieder zusammen gesungen – nicht wie bei der Karaoke, wo man alleine singt, sondern jeder singt hier mit. Martin Schädlich führt und moderiert durch den Abend und begleitet das Ganze mit seiner Trompete. Das Besondere an diesem Mitsingkonzert ist, wie Schädlich selbst sagt, dass er zu jedem Song einige Hintergrundinformationen geben wird. Dabei erklärt er unter anderem, warum gerade dieser Song ausgewählt wurde oder welches Lied ihm besonders am Herzen liegt. Die Songs, die an dem Abend gesungen werden, reichen in der ersten Hälfte von alten Willi Ostermann-Stücken, Bläck Fööss-Songs und alten Höhner-Liedern bis zur zweiten Hälfte, in der dann die aktuellen Songs laufen, zum Beispiel von Kasalla, Querbeat oder Miljö. „Eigentlich alles, was das Herz begehrt, wird dabei sein“, sagt Schädlich schmunzelnd dazu.

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Schädlich erklärt den Sinn des Mitsingkonzerts so: „Das kölsche Mitsingkonzert ist ein Format zwischen Party und Konzertatmosphäre. Es richtet sich besonders an Menschen, für die klassische Partys zu laut sind, oder die nicht gerne feiern gehen, aber trotzdem Lust auf kölsche Lieder haben.“ Der Dirigent fügt hinzu: „Jeder ist herzlich willkommen. Man kann in der Masse aufgehen und mitsingen. Alle, die den Karneval lieben – es ist einfach toll, mit anderen zusammen zu singen und die Strophen zu schmettern.“

Dazu, dass es ja schon Mitsingkonzerte in Jülich gibt, sagt Martin Schädlich: „Es unterscheidet sich von den anderen, da es viel familiärer ist und viel handgemachter, und weil das Repertoire wirklich aus der Karneval-Richtung kommt. Dieses ‚Rudelsingen‘, was die anderen machen, ist ja breit gefächert. Der Schwerpunkt liegt wirklich voll auf dem kölschen Ding. Es ist eine kölsche Musikveranstaltung.“ Der Veranstalter betonte außerdem, dass es bei der Veranstaltung nicht nur um den Kölner Karneval geht, sondern auch um die kölsche Mundart im Allgemeinen.

MitSingkonzert MI 04|02
Kultur im Bahnhof (KiB) | Kulturbahnhof Jülich, Bahnhofstr. 13 | Einlass 19 Uhr / Beginn 19.30 Uhr | VVK 11 Euro zzgl. VVK Gebühren unter www.kuba-juelich.de oder im KuBa-Kiosk | AK 15 Euro


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