Die Abteilung Kommunikation des Bistum Aachen berichtet, dass mehr als 40 Prozent der Menschen im Bistum Aachen Mitglieder der katholischen Kirche sind. Zwar hat sich die Gesamtzahl im letzten Jahr um 2,5 Prozent auf 844.764 Katholikinnen und Katholiken reduziert, im Vergleich zu den Jahren zuvor hat sich die Kurve jedoch abgeflacht.
“Wir nehmen die Entwicklung seit Jahren sehr ernst. Unsere Antwort auf sie ist, neue Formen des kirchlichen Miteinanders zu etablieren”, sagt Generalvikar Jan Nienkerke. Besonders bei den Bildungsangeboten im Kita- und Schulbereich verzeichnet das Bistum Aachen seit Jahren eine höhere Nachfrage als durch vorhandene Angebote abgedeckt werden kann. “Als Kirche stehen wir nachdrücklich für eine demokratische Gesellschaft, in der Freiheit und Verantwortung untrennbar miteinander verbunden sind”, so Jan Nienkerke. Die neu geschaffenen 44 Pastoralen Räume sollen die Weiterentwicklung und Entstehung neuer Orte von Kirche befördern, in denen Menschen sich austauschen und Glauben leben können.
Das Bistum hat eine Reihe von Zahlen veröffentlicht, die die innerkirchlichen Entwicklungen aufzeigen:
2025 sind 11.222 Mitglieder ausgetreten, 65 Menschen neu eingetreten. 160 zuvor ausgetretene Mitglieder sind wieder aufgenommen worden. Die Anzahl der 39.130 Gottesdienstbesucher bleibt mit einem Plus von 0,6 Prozent nahezu konstant. Innerhalb des Bistums zeigen sich unterschiedliche Entwicklungen. So suchen in der Region Kempen-Viersen deutlich mehr Menschen – mit einem Plus von etwas mehr als 12 Prozent – den Gottesdienst auf, obwohl die Zahl der Kirchenmitglieder insgesamt zurückgegangen ist.
In Düren ist die Entwicklung ebenfalls positiv, mit knapp acht Prozent plus. Auch in der Eifel besuchen mehr Katholikinnen und Katholiken den Gottesdienst. Bei den Firmungen ist ein deutlicher Anstieg um rund 15 Prozent auf 3206 zu verzeichnen. Die Zahl von 4692 Taufen ist dagegen mit minus 6,7 Prozent rückläufig. 6177 Kinder gingen zur Erstkommunionen, das bedeutet ein Minus von 1,2 Prozent.
Vor den Traualtar sind mit 662 Paaren weniger als im Vorjahr, getreten. Darunter waren 79 Paare, die zuvor nicht standesamtlich geheiratet haben. 8127 Menschen wurden kirchlich bestattet. Das waren 1102 weniger oder 11,9 Prozent als im Jahr zuvor.


















