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Lebenswerk im Fokus

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Künstler Gunter Demnig verlegt die Stolpersteine selbst . Foto: Archiv PukBSuS | Rudolf Kastner
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Prominenten Besuch erwartet Jülich Ende Januar: Künstler Gunter Demnig, Initiator der „Stolpersteine“, wird die ersten Stolpersteine an der Kölnstraße und Marktstraße verlegen. Aus diesem Anlass haben der Jülicher Geschichtsverein und das Museum Jülich den Künstler zum Mittwochsclub eingeladen. Der 1947 in Berlin geborene Gunter Demnig gehört zu den bedeutendsten Akteuren der deutschen Erinnerungskultur. Mit seinem europaweit beachteten Kunstprojekt Stolpersteine hat er eine neue Form des Gedenkens geschaffen, die mittlerweile in 31 Ländern präsent ist und das größte dezentrale Mahnmal der Welt darstellt. Seit den 1990er Jahren widmet er sich intensiv der Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus. 1992 verlegte Gunter Demnig in Köln den ersten Stolperstein – eine kleine Messingplatte, eingelassen in den Gehweg, die an das Schicksal eines NS-Opfers erinnert. Seither ist aus der Idee eines einzelnen Gedenkzeichens ein umfassendes Projekt gewachsen: Bis heute wurden über 122.000 Stolpersteine in mehr als 1870 Städten und Gemeinden verlegt – in Deutschland und darüber hinaus.

Organisiert und begleitet wird das Projekt seit 2014 von der gemeinnützigen Stiftung Spuren – Gunter Demnig, die sich dem Erhalt und der Weiterführung seines künstlerischen und gesellschaftlichen Engagements widmet.

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Für sein Werk wurde Gunter Demnig vielfach ausgezeichnet, etwa mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen, dem Arnold-Bode-Preis und dem Karl-Küpper-Preis. Sein Lebenswerk steht beispielhaft für eine lebendige, dezentrale und individuelle Erinnerungskultur.

Mittwochsclub MI 28|01
Jülicher Geschichtsverein / Museum Zitadelle Jülich | Schlosskapelle, Zitadelle | 18.30 Uhr | Eintritt frei


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