Lowknox wurde im Jahr 2009 gegründet. Über mehr als zehn Jahre hinweg spielte die Band in derselben Besetzung, ehe es aus privaten und beruflichen Gründen immer wieder zu Wechseln an der Gitarre kam. An diesem Abend stand die Band erstmals mit ihrem neuen Gitarristen Sergey auf der Bühne. Musikalisch bewegt sich Lowknox im Hardcore-Punk, beschreibt den eigenen Stil jedoch als Punkrock zum Nachdenken. Inhaltlich setzen sich die Songs intensiv mit dem eigenen Selbstverständnis, persönlichen Entwicklungen und vor allem mit Gesellschaftskritik auseinander. Frontsänger Ruben erklärte dazu: „Heutzutage ist es wichtig, dagegenzuhalten. Es ist uns ein großes Anliegen, keine einfachen Antworten auf komplexe Fragen zu geben.“


Klanglich offenbarte der Abend im KuBa einige Schwächen. Der Sound war stark überladen: Das Schlagzeug war mehr von der Bühne als aus der PA (Beschallungsanlage) zu hören, ein deutliches Rauschen im Kopf blieb nicht aus. Lautstärke gehört zu Punkkonzerten dazu – doch es gibt einen Unterschied zwischen druckvoll und ermüdend. Verschärft wurde das Problem durch den spärlichen Publikumsandrang von schätzungsweise 20 bis 30 Personen. Gerade im engen Raum vor der kleinen Bühne fehlt dann die Masse, die den Sound aufnimmt und ausbalanciert, wodurch sich alles noch undeutlich und chaotischer vermischt. Das ist schade – nicht nur für die auftretenden Bands und das KuBa selbst, sondern auch für die Jülicher Musikszene insgesamt. Mit seinen zwei Bühnen bietet das KuBa eigentlich viel Potenzial und Raum für Subkultur. Woran der geringe Zuspruch lag – ob an der Jahreszeit, mangelnder Werbung oder einem veränderten Zeitgeist – bleibt offen. Klar ist jedoch: Es wäre ein großer Verlust, wenn solche Konzertabende und das kontinuierliche Engagement des KuBa in Zukunft weniger würden.




















