Nicht nur der Mensch leidet unter klimatischen Extremen, auch Gemälde haben ihren Wohlfühlbereich und reagieren bisweilen verschnupft auf allzu große Abweichungen. Doch wie bekommt man die Schwankungen des Raumklimas in den Griff ohne gleich ein neues Depot für die empfindlichen Kulturgüter zu errichten? Hier ist guter Rat teuer, oder auch nicht, wie das jüngste Kooperationsprojekt zwischen der FH Aachen-Jülich und dem Museum Zitadelle zeigt.
Sam Awerin, Student der Energietechnik, befasste sich in seiner Semesterarbeit intensiv mit dem Kulturhaus, in dem das Museum seine Gemäldesammlung verwahrt und in thematischen Ausstellungen präsentiert. Er erstellte ein mathematisches Klimamodell des Kulturhauses, mit dem verschiedene Maßnahmen zur Klimaverbesserung simuliert werden können. Seine Ergebnisse stellte er in einem Vortrag am 26. Januar dieses Jahres dem Museumsteam vor. Ob UV-Schutzfolien, Lehmputzwände oder diverse Nutzungsszenarien, für jeden Fall zeigte Awerin in seinem gut strukturierten und leicht verständlichen Vortrag den zu erwartenden Effekt.
„Das war eine sehr hilfreiche Arbeit“, fasste Museumsleiter Marcell Perse nach einer lebhaften Diskussion zusammen, „Wir wissen jetzt viel besser und konkreter, wie wir unser Ziel, die uns anvertrauten Kulturgüter langfristig zu bewahren, erreichen können.“




















