Das war eine Herausforderung: Es war bitterkalt und windig beim Jülicher Kengerzoch, der diesmal auch noch besonders lang war. Da war Warmschunkeln und Tanzen schon als Wärmespender närrische Pflicht. Klar im Vorteil all jene, die sich in Ganzkörperkostüme gewandet hatten mit „reichlich drunter“.
Aber was so ein echter Jeck ist, der lässt sich ohnehin von so etwas nicht abhalten. Dicht gesäumt waren die Seitenstreifen von der Düsseldorfer Straße über die Kölnstraße und Römerstraße, vorbei am Schwanenteich, eh es wieder retour in Richtung Marktplatz ging. Rund 1500 Aktive waren diesmal am Start. Statt ungemütlichem Nass gab es reichlich Kamelle-Regen, aber auch Obst, Flüssiges und sogar Flummis flogen mehr oder weniger zielsicher in die Menge.

Schön ist, dass der Kengerzoch als Bindeglied zu den KGs der Stadtteile funktioniert. Ein Wagen, der besonders herausstach, kam – nein, nicht aus Merzenhausen, deren „Kaschäm“ bereits bestens bekannt ist – er kam aus Selgersdorf. Die Strohmänner winkten vom großen Wagen der aussah, als wäre er aus lauter kleinen, gedrehten Röschen gewachsen. Einfach ein Hingucker! Und im Fußvolk? Da ging die Sonne auf! Die FH Aachen war mit Standortvertretungen und eigenem Wagen dabei und hatten eben – Solarcampus! – auch die Sonne mitgebracht.

Über dreieinhalb Stunden waren die Wagen und Fußgruppen für die Jecken unterwegs – und rechtzeitig vor dem Schneefall auf den Partymeilen in und um Jülich.
Fotos: Volker Goebels, Nicola Wenzl, Dorothée Schenk und Oliver Garitz
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