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Geheimnisse enthüllt

Großes Interesse an internationaler Kunst zeigte sich bei der Vernissage im Hexenturm in Jülich: Der Kunstverein Jülich eröffnete dort die Ausstellung „Secret Anatomy“ der georgischen Künstlerin Nino Eliashvili. Unter den zahlreichen Gästen waren auch viele georgische Besucherinnen und Besucher, die durch ihre Tätigkeit am Forschungszentrum Jülich mit der Region verbunden sind.

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Foto: Hans Launer
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Die Ausstellung kam durch die Initiative der Künstlerin und Illustratorin Sopio Kiknavelidze zustande, die Mitglied im Kunstverein ist. Sie kennt Nino Eliashvili noch aus gemeinsamen Studienzeiten in Tiflis und stellte den Kontakt her. Eliashvili, geboren 1989 in der georgischen Hauptstadt, lebt und arbeitet weiterhin dort. Sie studierte zunächst Modedesign und absolvierte anschließend ein Masterstudium in Bildender Kunst an der Staatlichen Kunstakademie Tiflis. Zur Ausstellungseröffnung reiste sie mit ihrer Familie nach Jülich.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen großformatige Ölgemälde sowie eine Reihe von Aquarellen, die sich intensiv mit Fragen von Identität und Körperlichkeit auseinandersetzen. Eliashvilis Figuren erscheinen dabei als hybride Wesen, die Elemente des Menschlichen und Tierischen miteinander verbinden. Transparente Haut, sichtbar werdende Knochenstrukturen und organisch fließende Formen erzeugen eine Bildsprache, die zwischen Schönheit und Irritation oszilliert. Ergänzt werden diese Darstellungen durch modische Attribute wie Handschuhe oder ausgefallene Kleidungsstücke, die als äußere Hüllen der Identität gelesen werden können.

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Nicht ganz alltäglich war der Transport der Werke: Die großformatigen Gemälde legten einen langen und teilweise komplizierten Weg von Tiflis nach Jülich zurück, bevor sie schließlich im Hexenturm präsentiert werden konnten.

Ein weiterer Programmpunkt des Abends war ein Künstlergespräch, das von Sopio Kiknavelidze und ihrem Mann David moderiert wurde. In georgischer und englischer Sprache geführt und für das Publikum übersetzt, ermöglichte es einen direkten Einblick in die künstlerische Arbeit und die Hintergründe der Ausstellung. Im Anschluss nutzten viele Gäste die Gelegenheit zum persönlichen Austausch mit der Künstlerin.

Die Ausstellung, die noch bis 17. Mai im Hexenturm am Walramplatz zu sehen. Geöffnet ist jeweils samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr.


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