Zum 32. Mal öffnet der Kunsthandwerkerinnenmarkt seine Pforten – und lädt dazu ein, in eine Welt einzutauchen, in der Kreativität, Leidenschaft und handwerkliche Präzision auf einzigartige Weise verschmelzen. In diesem Jahr findet das traditionsreiche Ereignis, bedingt durch die Bauarbeiten auf dem Schlossplatz, an beiden Tagen von 11 bis 18 Uhr im idyllischen Brückenkopf-Park rund um das Lindenrondell statt – eine Kulisse, die mit ihrem natürlichen Charme wie geschaffen scheint für dieses besondere Fest der Sinne.
Über 220 Kunstschaffende aus ganz Deutschland und dem angrenzenden Ausland reisen an, um ihre mit Hingabe gefertigten Unikate zu präsentieren. Zwischen alten Bäumen, weiten Grünflächen und der ruhigen Atmosphäre des Parks entfaltet sich ein Markt, der weit mehr ist als nur eine Verkaufsveranstaltung: Er ist ein Ort der Begegnung, des Staunens und der Inspiration. Hier wird jedes Stück zu einer kleinen Geschichte, jedes Detail zum Ausdruck einer persönlichen Handschrift.
Längst hat sich der Markt über die Grenzen der Region hinaus einen klangvollen Namen gemacht. Tausende Besucherinnen und Besucher werden erwartet – Menschen, die gezielt anreisen, um sich von der besonderen Atmosphäre verzaubern zu lassen. Die Begeisterung ist spürbar und zeigt sich auch im gesamten Stadtbild: Hotels und Pensionen sind bis auf den letzten Platz gefüllt, Restaurants und Cafés pulsieren vor Leben, und selbst die Parkplätze werden zur begehrten Rarität. Jülich wird an diesem Wochenende zum Herzschlag eines lebendigen Kulturerlebnisses.

Im Mittelpunkt steht dabei ausschließlich individuell gefertigtes Kunsthandwerk – fernab von Massenproduktion und Beliebigkeit. Das Angebot gleicht einem facettenreichen Kaleidoskop: kunstvolle Arbeiten aus Keramik, warm schimmerndem Holz und glänzendem Metall, filigrane Glas- und Lederkreationen sowie ausdrucksstarke Textil- und Papierkunst. Ob funkelnder Schmuck, einzigartige Mode oder liebevoll gestaltete Wohnaccessoires – jedes Stück trägt die Seele seiner Schöpferin in sich. Manchmal entstehen diese Werke sogar im direkten Austausch mit dem Publikum, wenn Ideen spontan Gestalt annehmen und der kreative Funke überspringt. Viele Ausstellerinnen öffnen darüber hinaus ihre Werkstatt im Kleinen und gewähren faszinierende Einblicke in ihre Arbeitsprozesse, während traditionelle Techniken vor den Augen der Gäste lebendig werden.
Neben bekannten Gewerken wie der Goldschmiedekunst, der Bildhauerei oder der Keramik finden sich auch selten gewordene Handwerke, die wie kostbare Schätze aus vergangenen Zeiten anmuten. Ob die rhythmischen Bewegungen der Besenbinderei, der feine Duft handgesiedeter Seifen oder das beinahe magische Spiel von Feuer und Glas in der Glasbläserei – hier wird Handwerk zur sinnlichen Erfahrung.
Gleichzeitig blickt der Markt mutig nach vorn und setzt bewusst neue Impulse: In diesem Jahr werden unter anderem Bilder aus Treibholz, Servierbretter mit Resin und Linoldruck neu präsentiert und bereichern das Angebot um frische, zeitgenössische Perspektiven.
Seine Wurzeln hat der Kunsthandwerkerinnenmarkt im Jahr 1994, als er mit dem klaren Ziel ins Leben gerufen wurde, Frauen im Kunsthandwerk eine Bühne zu geben und ihre Arbeit sichtbar zu machen. Was damals als engagierte Initiative begann, ist heute für viele Teilnehmerinnen zu einem wichtigen Meilenstein geworden – ein Ort, an dem Träume wachsen, Netzwerke entstehen und nicht selten der Schritt in die berufliche Selbstständigkeit gewagt wird.
Auch kulinarisch lässt der Markt keine Wünsche offen und lädt zu einer genussvollen Entdeckungsreise ein. In der sogenannten „Grünen Ecke“ warten regionale und nachhaltig produzierte Spezialitäten darauf, entdeckt zu werden: aromatische Öle, würziger Käse und duftende Kräuter erzählen von der Vielfalt der Region. Darüber hinaus verführen zahlreiche Stände mit internationalen Köstlichkeiten sowie süßen und herzhaften Klassikern, die Erinnerungen wecken und neue Geschmackserlebnisse schaffen. Ein liebevoll zusammengestelltes Kuchenbuffet rundet das Angebot ab und sorgt für genussvolle Momente, die in Erinnerung bleiben.
Auch im 32. Jahr hat der Zauber dieses Marktes nichts von seiner Strahlkraft verloren – im Gegenteil: Das Interesse ist ungebrochen, die Nachfrage nach Standplätzen übersteigt regelmäßig das Angebot, und viele Besucherinnen und Besucher nehmen weite Wege auf sich, um Teil dieses besonderen Ereignisses zu sein. So bleibt der Kunsthandwerkerinnenmarkt nicht nur eine feste Größe im Veranstaltungskalender, sondern auch ein lebendiges Forum für zeitgenössisches Kunsthandwerk – ein Ort, an dem Tradition und Innovation, Begegnung und Begeisterung auf unvergleichliche Weise zusammenfinden.
Im Vorfeld hat das Orga-Team des Marktes dem HERZOG erzählt, was es alles zu planen, bedenken und organisieren gilt.



















