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Bitte um Geduld

Im vergangenen Stadtrat brachten CDU und UWG JÜL einen Antrag ein, in dem ergänzende Fahrbahnmarkierungen für die Fahrradstraße gefordert wurden.

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Blick auf die Fahrradstraße. Foto: Ariane Schenk
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Wie ist die neue Fahrradstraße zu nutzen? Dass dies eine Frage ist, welche die Bevölkerung umtreibt, war auch in der Ratssitzung zu merken. Der Vorschlag der Koalition lautete daher, sie um weitere Markierungen zu ergänzen. So würde beispielsweise möglicherweise klarer, dass die Begrenzungsstreifen für die Autos gelten und keine Fahrradstreifen darstellen.

Nach Eröffnung des Punktes kommentierte Bürgermeister Axel Fuchs launig: Der Mensch sei wohl konditioniert – sehe er etwas Abgesperrtes, glaube er, es sei ein Fahrradweg. Auch er selbst habe am Anfang mehrere Fahrradfahrer angehalten und die Regeln der Fahrradstraße erklärt. Seinem Empfinden nach kämen diese langsam in der Bevölkerung an. Weitere Piktogramme sinnvoll anzubringen sei schwieriger als man glaube, aber die Verwaltung sei ebenfalls der Meinung, dass man die Aufklärung ausbauen sollte. Er bat darum, ihr mehr Zeit für Überlegungen zu geben.

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Eine kritische Anmerkung gab es derweil von Karl Philipp Gawel (CDU). Er vertrat die Meinung, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis es zu Verletzungen käme, da Autofahrende irrigerweise auf den Schutzstreifen beharren könnten. Es sei wichtig, klar zu machen, dass die Straße eben auch von Fahrrädern benutzt werden kann. Wenn man etwa neuen Hinweise hinauszögere, könne es in der Zwischenzeit zu Problemen kommen. Andreas Balsliemke (Die Grünen) sah hingegen ein Problem darin, dass für Autos klargemacht werden müsse, dass Fahrräder auch gegen die Fahrtrichtung fahren dürfen. Dem stimmte Dezernent Richard Schumacher in Teilen zu: Die Fahrtrichtung gegen die Einbahnstraße sei auch vorher ein Problem gewesen, ebenso wie mögliche Kollisionen beim Ausparken der Autos. Wichtig seien gesunder Menschenverstand und die schon in der Straßenverkehrsordnung verankerte gegenseitige Rücksichtnahme.

Auf Vorschlag des Bürgermeisters wurde das Thema schließlich in den nächsten Fachausschuss geschoben. Dort solle auch die Verwaltung neue Vorschläge vorstellen. Insgesamt sei man sich einig, dass Sicherheit wichtig ist – auch Gawel betonte für seine Fraktion, dass man eigentlich vor allem auf die Sicherheit und die Sachlage habe hinweisen wollen.


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