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Von Psycho Luna zu clAudyo

Claudio D'Orsaneo, bekannt aus zahlreichen Jülicher Bandprojekten wie Psycho Luna und Les6Kölsch1Cola, startet mit seinem neuen Projekt „clAudyo“ durch. Mit der Veröffentlichung seiner neuen Single „Millimeter“ schlägt der Musiker ein weiteres Kapitel seiner langjährigen musikalischen Laufbahn auf. Was hinter dem neuen Projekt steckt, welche Ideen ihn antreiben und wie es zu „Millimeter“ kam, verriet der Musiker im Gespräch mit dem HERZOG.

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Cover clAUDyo
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Zunächst die Eckpunkte: Claudio Dorsaneos musikalische Laufbahn begann in den Jahren 1996/1997. Damals war er 16 Jahre alt und machte seine ersten Gehversuche als Musiker. Was zunächst als Hobby begann, entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einer festen Konstante in seinem Leben. „Das war damals sehr krachige Musik. Aus heutiger Sicht war das alles relativ einfach, und wir konnten eigentlich noch nicht besonders viel“, blickt Claudio schmunzelnd zurück.

Die ersten Proben fanden in der Waschküche des damaligen Bassisten Mizi statt, der auch bei diesem Projekt wieder mit an Bord ist. Ihren ersten Auftritt absolvierte die Band im PZ der Zitadelle. Dort fand einmal im Jahr ein großes Festival statt, das bis zu 600 zahlende Gäste anzog. Spätestens nach diesem Erlebnis war für Claudio klar, dass er weiter Musik machen wollte. Die damalige Punkband löste sich jedoch kurze Zeit später auf. Einer der Gründe war, dass sich die musikalischen Interessen der Mitglieder auseinanderentwickelten: Während ein Teil der Band sich stärker dem Metal zuwandte, wollte Claudio gemeinsam mit Mitzi seinen eigenen musikalischen Weg weiterverfolgen. Aus dieser Idee entstand die Band Psycho Luna. Musikalisch bewegt sich die Formation zwischen Wave, Gothic und Punk-Elementen. Für Claudio sollte Psycho Luna zur wichtigsten Station seiner musikalischen Laufbahn werden. Mit der Band erlebte er zahlreiche Höhepunkte, darunter eine Europatournee sowie die Veröffentlichung von drei Alben, die über Plattenfirmen vermarktet wurden. „Das sind schöne Erlebnisse gewesen, von denen wir heute noch zehren“, blickt Claudio zurück.

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Die Band existiert bis heute und ist weiterhin aktiv. Nach den erfolgreichen Jahren folgte jedoch zunächst eine längere Pause. Die Gründe dafür waren vielfältig: Die Bandmitglieder gründeten Familien, bekamen Kinder und widmeten sich verstärkt ihrem Privatleben. „Da ist erst einmal ein bisschen Gras über die Sache gewachsen“, beschreibt Claudio diese Phase.

Dann kam die Corona-Pandemie. Während dieser Zeit begann Claudio wieder intensiv, Songs zu schreiben. Angefangen hat alles mit akustischen Liedern, die er auf seinem Handy festhielt und aufnahm. Aus diesen ersten Ideen entstanden nach und nach neue Songs, die er weiterentwickelte und produzierte.Mit der Rückkehr zur Musik wuchs auch der Wunsch, neue Stücke nicht nur für sich selbst aufzunehmen, sondern sie wieder zu veröffentlichen. Aus diesem Antrieb heraus entstand schließlich das neue Projekt „clAudyo“. Dabei musste Claudio nicht lange nach Mitstreitern suchen. Viele alte Weggefährten waren sofort bereit, wieder mit einzusteigen. Dazu gehören unter anderem Bassist Mizi, mit dem Claudio bereits seit seinen musikalischen Anfängen zusammenarbeitet, sowie Keyboarder Marco Dix, der ebenfalls in zahlreichen Jülicher Bands aktiv war und ist. Dix bezeichnet „clAudyo“ als ein spannendes Projekt: „Die Songs, die Claudio schreibt, holen mich ab, und es macht einfach Spaß. Natürlich ist auch die menschliche Ebene, auf der wir Musik machen, total wichtig. Hier passt einfach alles“, sagt der Keyboarder.

„In einer Zeit, in der man relativ auf sich selbst gestellt war, hat man sich nicht mehr die Hand gegeben, sondern mit dem Fuß begrüßt. Die Prämisse war immer: Wenn du andere schützen willst, musst du Abstand halten“, erklärt Claudio. „Es ist meistens so, dass ich persönliche Gefühle in meinen Songs verarbeite“, fügt er hinzu. Im Kern beschäftigt sich „Millimeter“ mit genau diesem Abstand zwischen Menschen. Gleichzeitig transportiert der Song aber auch Hoffnung: die Hoffnung und den Wunsch, dass dieser Abstand irgendwann wieder kleiner wird, Nähe zurückkehrt und am Ende kein Millimeter mehr zwischen den Menschen liegt. Musikalisch bewegt sich der Song zwischen Post-Punk, Wave und Indie.

Die ersten Songs sind bereits fertiggestellt und veröffentlicht. Auch live war die Band schon zu erleben: In Köln standen bereits die ersten Konzerte auf dem Programm. Wer sich selbst von der Musik von „clAudyo“ überzeugen möchte, hat dazu am 4. September im KuBa die Gelegenheit. Dort wird clAudyo dann ihr erstes Konzert im Rahmen des Konzerts von „01. Mai 1997“ auf der Bühne zu sehen sein. Wer sich zunächst einen Eindruck von der Musik verschaffen möchte, kann die aktuelle Single „Millimeter“ auf Spotify anhören.

Der Linktree für den Song.


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