Anpfiff in die neue Spielzeit: Für die Vereine der ersten Bundesliga der Männer geht es an diesem Wochenende wieder los. Die Frauen sind schon etwas weiter und haben ihre ersten Meisterschaftsspiele bereits hinter sich. Gleiches gilt für alle anderen Ligen bis hinunter zur Kreisklasse.
Und noch eines betrifft sämtliche Fußballclubs von Borussia Mönchengladbach und FC Köln bis zum SV Grün-Weiß Welldorf-Güsten über den SC Stetternich, Salingia Barmen oder Germania Lich-Steinstraß und alle anderen Vereine der Region: Es gibt ein paar Änderungen im ohnehin schon ausführlichen Regelwerk. Der Fußballverband Mittelrhein FVM hat mitgeteilt, worauf sich die Kicker auf Verbands- und Kreisebene über die Altersklassen hinweg in der noch jungen Saison einstellen müssen.
Die visuell wohl auffälligsten Regeländerungen in diesem Jahr betreffen die Einwürfe und Abstöße. Hierbei wird ähnlich wie beim im vergangenen Jahr eingeführten Torwart-Countdown von acht Sekunden künftig vom Schiedsrichter ein fünfsekündiger Countdown per Hand angezeigt, wenn Spieler oder Team die Spielfortsetzung verzögeren.
Ist der Countdown abgelaufen und das Spiel immer noch nicht fortgesetzt, wechselt der Ballbesitz. Im Falle eines Einwurfs bekommt das gegnerische Team den Ball und kann einwerfen. Beim Abstoß bekommt das gegnerische Team einen Eckstoß zugesprochen.
Auch bei Auswechslungen müssen die Unparteiischen genau auf die Uhr schauen. Das Regelwerk erhält zur Saison 2026/27 ein Zeitlimit, in dessen Rahmen der Wechsel passieren muss. Haben die Spielerinnen oder Spieler zehn Sekunden nach der Anzeige des Wechsels den Platz noch nicht verlassen, dürfen die Einwechselspieler künftig erst nach einer Minute Wartezeit und erst in der darauffolgenden ersten Unterbrechung das Feld betreten. Gleichzeitig gilt: Wer ausgewechselt wurde, muss den Platz verlassen. Folglich gilt: Wer zu langsam wechselt, riskiert für kurze Zeit ein Unterzahl-Spiel.
Bei Verletzungsunterbrechungen besteht ebenso das Risiko, plötzlich nur noch zu Zehnt auf dem Spielfeld zu stehen. Denn ab sofort müssen die Aktiven, sofern sie auf dem Spielfeld behandelt werden, untersucht werden oder eine verletzungsbedingte Spielunterbrechung verursachen, das Spielfeld verlassen und dort mindestens eine Minute warten, bis sie wieder das Spielfeld betreten dürfen.
Anders als bei den Auswechslungen müssen sie dabei aber nicht auf die nächste Unterbrechung warten. Hierfür reicht es, dass die Unparteiischen im laufenden Spiel ihre Erlaubnis anzeigen. Für diese Regel gelten allerdings eine Reihe von Ausnahmen: Verletzte Torleute dürfen weiterhin auf dem Feld behandelt werden. Nach einem Zusammenprall zwischen Torwart und Feldspielerin dürfen ebenfalls beide auf dem Platz bleiben genau wie Teamkollegen, die sich bei einem Zusammenstoß verletzen.
Schwer verletzte Spieler müssen selbstredend sofort behandelt werden, ohne zunächst vom Feld gebracht zu werden. Auch wenn ein gefoulter und dadurch verletzter Spieler einen verhängten Strafstoß schießen soll, muss er nicht vorher vom Platz gehen.
Für das Vereiteln einer offensichtlichen Torchance gibt es in Zukunft immer dann keine Verwarnung mehr, wenn der Schiri auf Vorteil entschieden hat und anschließend ein Tor fällt. Dies gilt beispielsweise bei der klassischen „Notbremse“, oder wenn eine Verteidigerin den Ball auf der Torlinie abwehrt und im Anschluss ein Treffer erzielt wird.
Sämtliche Regeländerungen hat der FVM auf seiner Seite noch einmal zusammengefasst.





















