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Beim Kaffee Optionen ausloten

Im Café herrscht Hochbetrieb. Es duftet nach Kaffee, frischen Brötchen, und allerlei Leckereien auf dem Büffet versprechen Frühstücksgenuss. Und in einer Ecke sitzen mehrere Frauen, neben sich einen Laptop, und stecken in angeregten Gesprächen. Auf der Speisekarte steckt ein Schild, das verrät, dass hier das „Jobcafé für Frauen“ seine Dienste anbietet.

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Foto: Archiv
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Jessica Fischer, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, und Andrea Hilger von der Arbeitsagentur haben zu Kaffee und Gesprächen eingeladen. Meist zweimal pro Jahr bietet das Duo seine Beratung in entspannter Café-Atmosphäre an.

„Das hier ist kein klassischer Schreibtischmoment“, beschreibt es Jessica Fischer. Vielmehr können Frauen hier in lockeren Gesprächen „auf Augenhöhe“ ihre Optionen ausloten.

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Das ist es wohl auch, was die drei Frauen, die nacheinander hier vorbeischauen, angesprochen hat – einfach mal sehen, welche Möglichkeiten sie haben. Dabei starten alle drei von sehr unterschiedlichen Positionen.

Die junge Mutter von drei kleinen Kindern ist noch in der Elternzeit, das Jüngste gerade in der Eingewöhnungsphase im Kindergarten, weswegen der Blick immer wieder aufs Handy fällt. Die Rückkehr in den alten Job ist zwar geplant, aber „ich fühle das nicht mehr“, drückt die studierte Archäologin ihr Dilemma aus. Sie hat das Jobcafé spontan besucht und überlegt nun gemeinsam mit Andrea Hilger, ob eine weitere Ausbildung ein Weg sein könnte.

Ihre Tischnachbarin ist auch nach vielen Berufsjahren hörbar angetan von ihrer Ausbildung als Bekleidungstechnikerin: „Es ist für mich immer noch erfüllend, Stoffe in die Hand zu nehmen, kreativ sein zu können.“ In ihrem Fall sind es die technische Entwicklung auf der einen Seite und die weniger werdenden Arbeitsstellen auf der anderen Seite, die sie hierhergeführt haben.

Mit der Fachfrau von der Arbeitsagentur hat sich die kreative Technikerin unter anderem über passende Weiterbildungen ausgetauscht. Ihr Fazit: „Ich bin froh, dass ich hergekommen bin. Ich habe ganz handfeste Tipps bekommen. Das macht Mut.“

Die dritte im Bunde ist eine junge Ingenieurin, deren Vertrag als Doktorandin demnächst ausläuft. In fließendem Englisch berichtet sie, dass sie eine neue Stelle sucht – am liebsten möchte sie hauptberuflich Torten backen. Aber erst einmal will sie ihre Deutschkenntnisse aufbessern. Nachdem die Promotion nun bald fertig ist, sei dafür endlich Zeit.

Wiedereinstieg, Unzufriedenheit im alten Job, fehlende Perspektiven, Belastung durch Kinderbetreuung oder der Glaube, den Anforderungen von Stellenausschreibungen nicht gewachsen zu sein – die Gründe für einen Besuch im Jobcafé sind so vielfältig wie die Lebensgeschichten der Besucherinnen.

Frauen ihre individuellen Möglichkeiten aufzuzeigen, ihnen Fortbildungs- und Unterstützungsmöglichkeiten vorzustellen, ist Ziel des regelmäßigen Angebots. Ein nächstes Jobcafé wird es voraussichtlich in der ersten Hälfte des kommenden Jahres geben.

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Klönschnacktee mit der Muttermilch aufgesogen und inzwischen beim rheinischen Kölsch angekommen. Übt sich in der schreibenden Zunft seit Studententagen zwischen Tagespresse und Fachpublikationen und… wichtig: ließ das JüLicht mit leuchten.

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