Bühne’80: „Eingeschlossene Gesellschaft“
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Ist das komisch, tragisch oder zum Fremdschämen? Ein bedenkenswertes Stück hat sich in diesem Jahr die Bühne ‘80 ausgesucht: „Eingeschlossene Gesellschaft“ lautet der Titel und das Publikum befindet sich an einem Freitagnachmittag im Lehrerzimmer eines städtischen Gymnasiums. Sechs Lehrkräfte – gedanklich schon im Feierabend – sind noch anwesend. Da stört unangemeldet ein Elternteil die Szene, das erreichen will, dass der Sohn die Abiturzulassung erhält, zu der nur ein einziger Punkt fehlt. Als sich der Lehrkörper jeglicher Diskussion darüber verweigert, kommt es zu einer Verzweiflungstat: Mit vorgehaltener Waffe wird das Kollegium eingesperrt und in der nächsten Stunde zu einer unfreiwilligen Zeugniskonferenz gezwungen.
Wie in Jean-Paul Sartres „Geschlossene Gesellschaft, auf die sich der Titel bezieht, sind die Mitspieler ohne Fluchtmöglichkeit dazu verdammt, sich miteinander zu beschäftigen. Es gibt kein Entrinnen, schon bald bröckeln die bürgerlichen Fassaden und immer mehr persönliche Abgründe tun sich auf: Latein und Sport gegen Erdkunde und Chemie, Referendar gegen Beamte…
Selbstredend ist das lustig, aber auch furchtbar, wenn die Marotten, Verfehlungen und Charakterschwächen des vorbildhaft scheinenden Lehrkörpers zutage treten.
Die Bühne’80 spielt „Eingeschlossene Gesellschaft“ an folgenden Terminen:
Samstag, 14. März, 20 Uhr
Sonntag, 15. März, 18 Uhr
Mittwoch, 18. März, 20 Uhr (Pay what you want-Eintritt beliebig)
Freitag, 20. März, 20 Uhr
Samstag, 21. März, 20 Uhr
im Mädchengymnasium Jülich.
Kartenreservierungen unter: buehne80-kartenreservierung@web.de oder 02461 55806. Preis pro Karte 12 Euro.
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