Wer im Nordkreis abends oder in Randzeiten mit Bus und Bahn unterwegs ist, kennt das Problem: Viele Verbindungen wurden zuletzt ausgedünnt. Als Ersatz wurde das AnrufSammelTaxi (AST) in Jülich ausgeweitet – ein flexibles Angebot, das Fahrgäste auf Bestellung ans Ziel bringt und so Lücken im Nahverkehr schließt. Einstimmig ist im jüngsten Kreistag diese Vorlage abgestimmt worden.
Doch bislang hatte das System einen Haken: Selbst wer bereits ein gültiges Ticket, etwa das Deutschlandticket oder ein Schülerticket besitzt, musste für die Nutzung des AST zusätzlich zahlen. Gerade für junge Menschen oder regelmäßige Nutzer war das ein spürbarer Nachteil.
Das soll sich nun ändern. Der Kreis Düren hat beschlossen, den zusätzlichen Tarif für Zeitkarteninhaber vorerst auszusetzen. Künftig reicht ein gültiges ÖPNV-Ticket aus, um das AnrufSammelTaxi ohne Aufpreis zu nutzen. Damit wird das Angebot deutlich einfacher und attraktiver.
Die Anpassung ist zunächst auf ein Jahr angelegt und wird in dieser Zeit ausgewertet. Ziel ist es, den öffentlichen Nahverkehr insgesamt zu stärken und mehr Menschen eine flexible Mobilität zu ermöglichen – gerade auch in Zeiten, in denen klassische Busverbindungen nicht mehr überall wirtschaftlich betrieben werden können.





















