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Ende und Neuanfang

Der Förderverein „Festung Zitadelle Jülich e.V.“ wird sich auflösen – „Arbeitskreis Festungsstadt Jülich“ setzt die Arbeit im Jülicher Geschichtsverein fort.

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Dr. Rüdiger Urban leitete als Vorsitzender die Mitgliederversammlung des Fördervereins „Festung Zitadelle Jülich e.V.“, die den Prozess der Vereinsauflösung eingeleitet hat. Foto: Guido von Büren
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Es war allen Anwesenden anzumerken, dass der Beschluss nicht einfach fiel, aber er erfolgte nach kurzer Aussprache einstimmig: Der 1986 gegründete Förderverein „Festung Zitadelle Jülich e.V.“ hat auf seiner Mitgliederversammlung am vergangenen Donnerstag den Prozess seiner Auflösung eingeleitet.

Vorsitzender Dr. Rüdiger Urban hatte bei seiner letzten Wiederwahl bereits angekündigt, dass er für keine weitere Wahlperiode mehr zur Verfügung steht. Die daraufhin einsetzende Suche nach einem Nachfolger blieb jedoch trotz aller Bemühungen ergebnislos. In der Folge wurde das Gespräch mit dem Jülicher Geschichtsverein 1923 e.V. gesucht. Seit vielen Jahren besteht eine fruchtbare Kooperation zwischen den beiden Vereinen. Neben gemeinsamen Veranstaltungen, sind es vor allem die zusammen herausgegebenen Publikationen, die hier zu nennen sind. Aber auch das gemeinsame Engagement für das Projekt zur neuen Kunst im öffentlichen Raum, an dem zudem der Kunstverein Jülich beteiligt ist, ist hier hervorzuheben.

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Die inhaltliche Arbeit des Fördervereins „Festung Zitadelle Jülich e.V.“ soll fortgesetzt werden. Dafür wird der Jülicher Geschichtsverein den Rahmen bilden, indem ein neuer Arbeitskreis „Festungsstadt Jülich“ gebildet wird, den Prof. Dr. Klaus Schneider leiten wird. Die Mitglieder des Fördervereins sind aufgerufen, so sie nicht schon Mitglied sind, dem Jülicher Geschichtsverein beizutreten und sich aktiv in die Aktivitäten des Arbeitskreises einzubringen. Der Arbeitskreis wird seine Tätigkeit nach der Sommerpause aufnehmen.

Prof. Klaus Schneider. Foto: Guido von Büren.
Auf der Mitgliederversammlung wurde nun beschlossen, die Satzung insoweit zu ändern, dass das Vereinsvermögen des Fördervereins nach seiner Auflösung dem Jülicher Geschichtsverein zufällt. Wenn die Satzungsänderung beim Amtsgericht im Vereinsregister eingetragen ist, kann dann auf einer weiteren Mitgliederversammlung der Auflösungsbeschluss gefasst werden.

Dr. Rüdiger Urban erläutert auf der Mitgliederversammlung transparent und anschaulich das oben beschriebene Vorgehen. Unter den Anwesenden waren nicht wenige Gründungsmitglieder wie Adi Retz und Wolfgang Faul, die ihr Bedauern zum absehbaren Ende des Fördervereins ausdrückten, aber den gefundenen Weg als den in dieser Situation besten bestätigten. Prof. Klaus Schneider stellte sich als zukünftiger Arbeitskreisleiter vor und erläuterte seine enge Bindung zu Jülich, auch wenn er seinen beruflichen Mittelpunkt als Direktor des Rautenstrauch-Joest-Museums über Jahrzehnte in Köln hatte. Er freue sich auf die neue Aufgabe und hoffe auf zahlreiche Mitstreiter. Der Vorsitzende des Jülicher Geschichtsvereins 1923 e.V., Guido von Büren, konnte dann auch schon eine Reihe Beitrittserklärungen am Ende des Abends entgegennehmen.


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