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Ab geht’s von Gleis 22

Nach langen Vorbereitungen und Sanierungsarbeiten ist nun Schluss mit dem Provisorium: Die Rurtalbahn-Linie RB 21 Nord, die auch über Jülich geht, fährt nun in Düren Gleis 22 an, das zukunftsorientiert und barrierefrei ausgebaut wurde.

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Bei der feierlichen Einweihung des sanierten Gleis 22. Foto: Rurtalbahn
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Nach mehrmonatiger Bauzeit ist der Bahnsteig an Gleis 22 des Dürener Bahnhofs jetzt vollständig für die Fahrgäste der Rurtalbahn-Linie RB 21 Nord (Düren-Jülich-Linnich) nutzbar. Das berichtet die Rurtalbahn. Im Zuge der Neugestaltung wurden sowohl bauliche Erneuerungen und eine nachhaltige Ausstattung als auch Aspekte der Barrierefreiheit und Sicherheit konsequent umgesetzt. Die Modernisierung wird zu rund 90 Prozent aus Mitteln der Investitionsförderung des Aufgabenträgers go.Rheinland finanziert. Der neugestaltete Bahnsteig ist bereits auf zukünftige Fahrzeuggenerationen ausgelegt.

Für regelmäßige Fahrgäste der Linie RB 21 Nord werden an Gleis 22 mehrere gut sichtbare Neuerungen deutlich, zudem sind kürzere Wege entstanden. Der Ein- und Ausstieg ist barrierefrei auf einer Ebene möglich. Vor allem in den dunklen Tagesstunden sorgt die neue Beleuchtung für sichere Wege und ein insgesamt verbessertes Sicherheitsempfinden. Lange erwartet und mittlerweile realisiert sind zudem Schutzhäuschen, die bei Wind und Wetter eine Unterstellmöglichkeit während der Wartezeit am Gleis bieten. Auch gehört ein taktiles Leitsystem für Menschen mit Sehbeeinträchtigung zum neuen Erscheinungsbild.

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„Wir sind froh, dass die Übergangslösung mit Gleis 23 Vergangenheit ist und wir unsere Fahrgäste nun zeitgemäß, sicher und komfortabel empfangen können“, sagte Herbert Häner, Geschäftsführer der Rurtalbahn, bei einer Feierstunde vor Ort. „Gemeinsam mit dem Bau des Technikzentrums der RATH Gruppe ab 2028 wird der nördliche Bereich des Dürener Bahnhofs nachhaltig aufgewertet.“

„Was auf den ersten Blick nur wie eine bauliche Verbesserung erscheint, ist in Wahrheit ein großer sozialer Fortschritt“, Norbert Reinkober, Geschäftsführer von go.Rheinland. „Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, ältere Bürgerinnen und Bürger oder Eltern mit Kinderwagen erhalten an Gleis 22 jetzt einen barrierefreien Zugang zur Bahn. Mobilität wird damit inklusiv – und genau das ist der Kern eines modernen öffentlichen Personennahverkehrs.“

Landrat Ralf Nolten betonte die Relevanz des attraktiven und modernen Bahnsteigs für den zeitgemäßen Nahverkehr in der Region: „An diesem wichtigen Knotenpunkt der Rurtalbahn ist ein komfortabler Zustand geschaffen worden, der den Menschen Sicherheit auf vielen Ebenen bietet, allen voran durch Barrierefreiheit.“ Die Rurtalbahn selbst sei „ein zentraler Pfeiler der Mobilität“, den es weiter zu stärken gelte.

Mit dem modernisierten Bahnsteig endet ein langjähriges Provisorium. Bereits in den 1990er Jahren nutzte die Rurtalbahn das Gleis 22, bevor der Betrieb vorübergehend auf das „letzte“ Gleis des Dürener Bahnhofs verlegt wurde. Erste Planungen für eine dauerhafte Nutzung von Gleis 22 gab es schon im Jahr 2013. Erst nach einem längeren Prozess, einschließlich des Erwerbs des Geländes sowie strategischer Planungen zur Streckenentwicklung bis 2025, sind jetzt die Voraussetzungen für eine dauerhafte Lösung geschaffen. Eine mögliche Verlegung des Haltepunkts in den Bereich des Vordachs am historischen Bahnhof bleibt weiterhin Teil der Planungen. Dieser Bereich befindet sich außerhalb der Zuständigkeit der Rurtalbahn.


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