
Thomas Mann hat zahlreiche Erzählungen und Novellen geschrieben, die keineswegs nur Vorstudien für seine großen Romane sind, sondern in Intensität und Prägnanz keinen Qualitätsunterschied zwischen der kurzen und der langen Prosa erkennen lassen.
In dem Bildvortrag, der in drei abgeschlossene Einheiten gegliedert ist, sollen anhand ausgewählter Erzählungen zwei thematische Aspekte aufgezeigt werden: Zum einen die Bedeutung autobiografischer Elemente, die nicht nur seine Romane, sondern auch viele Erzählungen geprägt haben und die erkennen lassen, wie freizügig Thomas Mann persönliche und familiäre Erfahrungen literarisch verarbeitet hat. Die Novelle „Unordnung und frühes Leid“ wird diesen Aspekt im ersten Teil des Vortrags veranschaulichen.
Weiterhin soll im zweiten Teil ein Grundbedürfnis seines literarischen Schaffens vorgestellt werden, nämlich die lebenslange Auseinandersetzung des Autors mit der Diskrepanz zwischen Kunst und Leben. Dafür werden die Erzählungen „Der Bajazzo“, „Tristan“ und „Tonio Kröger“ vorgestellt.
Den Abschluss, im dritten Teil der Reihe, bildet die berühmte Künstlernovelle „Der Tod in Venedig“, die eine tragische Auflösung dieses Grundkonflikts darstellt.
Alle drei Teile können auch einzeln gebucht werden. Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich und kann sowohl über die Webseite, als auch per Email an eeb.juelich@ekir.de oder telefonisch unter der Rufnummer 02461 9966-22 erfolgen.
Seminar DI 07|07 DO 09|07 und MI 15|07
Peter-Beier-Haus | Aachener Straße 13a | 17 bis 18.30 Uhr | Teilnahmegebühr (pro Einzelseminar) 8 Euro | Eine Teilnahme ist auch online möglich.


















