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Mehr Licht

Der kombinierte Geh- und Radweg zwischen der Jan-von-Werth-Straße und dem Wohngebiet an der Josef-Bierth-Straße könnte künftig besser beleuchtet werden. Im jüngsten Ausschuss für Stadtentwicklung sprachen sich die Mitglieder einstimmig dafür aus, die Installation einer Beleuchtungsanlage prüfen zu lassen – allerdings unter einer klaren Voraussetzung: Die Maßnahme soll nur umgesetzt werden, wenn entsprechende Fördermittel bewilligt werden.

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Foto: Ronotic AG
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Der Verbindungsweg zwischen der Jan-von-Werth-Straße und dem Wohngebiet an der Josef-Bierth-Straße hat in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. Er wird von Anwohnerinnen und Anwohnern aus den Wohngebieten „Am Blauen Stein“, „Sternschanze“ und „Lich-Steinstraß“ intensiv genutzt und gilt als sichere Alternative zu den stark befahrenen Hauptstraßen. Mit der weiteren Entwicklung der Quartiere und dem entstehenden Brainergy Park dürfte die Nutzung künftig noch zunehmen.

CDU-Fraktionschef Frank Radermacher zeigte sich grundsätzlich offen für die Idee, mahnte aber zur finanziellen Vorsicht: „Das sollten wir nur realisieren, wenn die Förderung passt – alles andere können wir uns nicht leisten.“ Wenn man schon investiere, solle man zudem überlegen, „ob man nicht die ganze Strecke bis zum Von-Schöfer-Ring“ in das Vorhaben einbinden solle. Gleichzeitig regte er eine technische Prüfung an, da Förderprogramme häufig nur Solarbeleuchtung vorsehen. Dabei müsse auch das sogenannte Lichtraumprofil beachtet werden – stünden die Lampen ungünstig, könnten sie ihre Wirkung verfehlen.

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Unterstützung kam ebenfalls von Koalitionspartner UWG JÜL. Alexander Eckert sprach sich für seine Fraktion für eine Beleuchtung des gesamten Streckenverlaufes aus. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass ähnliche Initiativen in den Dörfern zuletzt abgelehnt worden seien. Sein Appell: Wenn Fördermöglichkeiten bestehen, sollten auch die Ortsteile davon profitieren.

Zustimmung erhielt er durch Andreas Balsliemke von Bündnis 90/ Die Grünen. Er betonte, man dürfe „Dorf und Stadt nicht gegeneinander ausspielen“. Stattdessen sprach er sich für eine Prioritäten- und Kriterienliste aus, nach der solche Projekte künftig bewertet werden könnten. Zudem regte er an, bei der Auswahl der Leuchten auf eine insektenfreundliche Lichtfarbe zu achten.

Die Diskussion weitete sich schließlich auch auf andere Radwege aus. Susanne Offermann (SPD) fragte nach der Situation zwischen Koslar und Barmen: Dort seien viele Schülerinnen und Schüler unterwegs. „Die fahren seit Jahren im Stockdunkeln“, sagte er. Bürgermeister Axel Fuchs verwies darauf, dass dieser Radweg in die Zuständigkeit des Kreises falle. Die Stadt wolle jedoch beim Kreis Düren dafür werben, dass auch dort eine sinnvolle Beleuchtung geprüft wird.

Geplant sind derzeit zwölf Solar-LED-Leuchten mit jeweils 4,5 Meter hohen Masten. Die Kosten würden insgesamt rund 36.000 Euro betragen. Bei einer möglichen Förderung von bis zu 80 Prozent läge der Eigenanteil der Stadt bei etwa 7200 Euro.

Der Beschluss wurde schließlich einstimmig gefasst – mit dem Zusatz, dass die Umsetzung nur erfolgt, wenn die Förderfähigkeit positiv geprüft und die Mittel bewilligt werden.


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