Start Magazin Gesundheit 2,2 Millionen Euro Förderung fürs Jülicher Krankenhaus

2,2 Millionen Euro Förderung fürs Jülicher Krankenhaus

Krankenhaus Jülich realisiert mit Strukturfördermitteln medizintechnische und digitale Projekte

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Geschäftsführer Stefan Kück und der kaufmännische Direktor Tim Balz-Herrmann freuen sich über die neuen Investitionsmöglichkeiten im Krankenhaus Jülich. Foto: Christoph Lammertz
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Große Freude im Krankenhaus Jülich: Die Bezirksregierung Köln hat Fördermittel in Höhe von 2,2 Millionen Euro bewilligt. Mit dem Geld kann das Krankenhaus wichtige Modernisierungs- und Digitalisierungsprojekte realisieren. Die geförderten Investitionen reichen von innovativer Medizintechnik für eine noch schnellere und präzisere Diagnostik bis zu digitalen Systemen, die den Zugriff auf behandlungsrelevante Gesundheitsdaten nach modernsten Standards sichern. So werden die unmittelbare Patientenversorgung und interne Arbeitsprozesse verbessert.

„Die Bewilligung der Fördermittel ist ein starkes Signal und ein wichtiger Meilenstein für die Weiterentwicklung unseres Krankenhauses“, sagt Geschäftsführer Stefan Kück. „Mit den Investitionen schaffen wir einen echten Technologiesprung. Wir erhöhen nicht nur die Patientensicherheit spürbar, insbesondere in der Notfall- und Intensivversorgung, sondern entlasten auch unsere Pflegekräfte und Ärzteteams im Alltag von bürokratischen Hürden.“

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Vier Schwerpunktprojekte
Vier Projekte bilden die Schwerpunkte des umfangreichen Investitionsprogramms. Rund 350.000 Euro sind für einen neuen Computertomographen (CT) vorgesehen. Besonders in der Notfallversorgung spielt die CT-Diagnostik eine entscheidende Rolle – hochwertige CT-Technik unterstützt die Ärztinnen und Ärzte dabei, schnell zu einer verlässlichen Diagnose zu gelangen.

Mit gut 800.000 Euro entfällt der größte Einzelposten auf ein Patientendatenmanagementsystem (PDMS). Es ist ein wesentlicher Baustein der weiteren Digitalisierung. Ein PDMS ermöglicht es, Daten wie Herzfrequenz, Blutdruck, Sauerstoffsättigung, Beatmungswerte, Laborergebnisse oder Angaben zu verabreichten Medikamenten digital zu erfassen, zusammenzuführen und übersichtlich darzustellen. Das entlastet die Beschäftigten und schafft mehr Zeit für die unmittelbare Versorgung der Patientinnen und Patienten.

Das gilt auch für die Nutzung von „Elaine“, eines speziell für Krankenhäuser entwickelten KI-Assistenten, der Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte bei ihrer täglichen Arbeit unterstützt. Das System ermöglicht einen schnellen Zugriff auf medizinische Leitlinien, Fachwissen und interne Dokumente des Krankenhauses und kann Fragen dazu innerhalb weniger Sekunden beantworten. Darüber hinaus hilft es bei der Erstellung medizinischer Berichte, vereinfacht Dokumentationsaufgaben und unterstützt die Organisation von Arbeitsabläufen. Knapp 215.000 Euro werden in das KI-Programm investiert.

Weitere rund 520.000 Euro fließen in ein Anästhesie-Informationsmanagementsystem (AIMS). Auch hier geht es darum, medizinische Informationen digital zusammenzuführen, Arbeitsabläufe zu vereinfachen und die Patientensicherheit zu unterstützen. Ein AIMS ermöglicht eine strukturierte, weitgehend automatisierte Erfassung der relevanten Daten während einer OP.

Zahlreiche weitere Investitionen in die Patientenversorgung
Neben diesen vier großen Projekten ermöglicht die Förderung weitere wichtige Anschaffungen für unterschiedliche medizinische Bereiche des Krankenhauses. Dazu gehören unter anderem ein C-Bogen für die bildgestützte Diagnostik und Behandlung, zusätzliche Überwachungsmonitore, eine neue Telefonanlage einschließlich Alarmserver und weitere hochwertige apparative Ausstattung im Bereich der Medizintechnik.

Die Förderung erfolgt im Rahmen der Strukturförderung für das Rheinische Revier. Damit werden Investitionen unterstützt, die den Strukturwandel in der Region begleiten und ihre Zukunftsfähigkeit stärken. Für das Krankenhaus Jülich bedeutet die Bewilligung einen wichtigen Schritt in seiner Weiterentwicklung: Insgesamt können nun rund 2,45 Millionen Euro zusätzlich in Medizintechnik und digitale Infrastruktur fließen. 90 Prozent der förderfähigen Ausgaben werden durch die bewilligten Mittel gedeckt, die verbleibenden 10 Prozent trägt das Krankenhaus selbst.


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