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Bunt statt grau

Auf Einladung von Parents for Future hat Biologin Ulrike Löffler Inspirationen für eine bunte, umwelt- und tierfreundliche Gartengestaltung geliefert.

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Umgestaltung von Schottergärten war Thema des Vortrags. Foto: Britta Sylvester
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Als „interessant, informativ und hoffentlich inspirierend“ kündigte Birgit Kasberg, Leiterin der Stadtbücherei Jülich, als Gastgeberin den Vortrag von Biologin Ulrike Löffler an. Wie Splitt, Beton und Kieselsteine aus Vorgärten verschwinden und stattdessen ein einladendes Blütenmeer sprießen kann, stellte die Fachfrau unter der Überschrift „Rückbau von Schottergärten – Umwandlung zu vielfältigen Insektenoasen“ praxisnah und alltagstauglich vor. Auf Einladung der Initiative „Parents for Future“ informierte Ulrike Löffler sachlich und ohne erhobenen Zeigefinger über die vielen Nachteile von steinigen „Gärten“ ohne Pflanzen.

Als vermeintlich pflegeleicht und aufgeräumt haben Schottergärten den Siegeszug durch die Siedlungen des Landes angetreten, vor allem in Neubaugebieten dominiert das Einheitsgrau. Und trägt damit zur massiven Temperaturerhöhung in den Wohngebieten bei, wie Löfflers Grafiken eindrucksvoll belegten. Auch kann ein solcher „Garten“ kaum noch Wasser aufnehmen, was vor allem bei sogenanntem Starkregen die Kanalisation zusätzlich belastet. Wo keine Pflanzen sind, kann auch Feinstaub in der Luft nicht gebunden werden und obendrein finden weder Honig- noch Wildbienen, weder Falter noch Spinnen oder anderes Getier eine Heimat – das Artensterben wird weiter beschleunigt. Lauter gute Gründe, den Schotter zu beseitigen und vielfältiges Grün anzupflanzen. Zahlreiche Tipps von der Biologin zeigten den recht zahlreich erschienen Zuhörern, dass ein artenreicher Garten nicht nur pflegeleicht, sondern auch einfach in der Anlage sein kann. Ein umfangreiches Angebot an Broschüren, unter anderem von der Biologischen Station des Kreises Düren – die im Rahmen des Leader-Projekts „Zukunftsdörfer“ auch als Finanzier des Vortrags an Bord war – rundete das Angebot ab und informierte etwa darüber, wie Wildbienenhilfe aussehen kann.

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Eine rundum gelungene Veranstaltung, die viel Raum auch für Nachfragen aus dem Publikum und eine großzügig bemessene Pause bot, die zum intensiven Austausch untereinander genutzt wurde. Einzig: Die allermeisten Teilnehmenden waren sich bereits im Vorfeld einig, dass Schottergärten für Mensch, Tier und Klima nichts Gutes tun. Bleibt die Frage, wie die Eigentümer der vielen Steinwüsten erreicht werden können – außer über Sanktionen. Denn verboten ist diese Art der Gartengestaltung laut Landesbauordnung NRW ohnehin längst.

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Britta Sylvester
Klönschnacktee mit der Muttermilch aufgesogen und inzwischen beim rheinische Kölsch angekommen. Übt sich in der schreibenden Zunft seit Studententagen zwischen Tagespresse und Fachpublikationen und… wichtig: ließ das JüLicht mit leuchten.

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