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Auf Erkundungsreise bei der Polizei Jülich

Zwölf Schüler aus den 7. und 8. Klassen verschiedener Schulen von Kreuzau bis Jülich nutzten den Berufserkundungstag der Polizei, um die Arbeit der Jülicher Polizeiwache hautnah zu erleben.

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Foto: Oliver Garitz
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Was ist wohl eine der wichtigsten Grundeigenschaften im Polizeidienst? Die Teamfähigkeit. Auch solche Informationen gab es beim jüngsten Berufserkundungstag der Polizei, bei dem Schülerinnen und Schüler neben Einblicken in den Alltag des Polizeiberufs auch etwas über die Fähigkeiten und Fertigkeiten erfuhren, die für diesen Beruf notwendig sind.

Mit der Aufgabe, den neben ihnen sitzenden Mitschüler – oft eine fremde Person – in einem kurzen Gespräch kennenzulernen und ihn anschließend der Gruppe vorzustellen, sollte nicht direkt die Teamfähigkeit der Schüler getestet werden. Vielmehr ging es darum, den Schülern auf indirekte Weise ohne viele Umwege zu zeigen, worauf es im Polizeialltag ankommt. Teamwork ist eine grundlegende Fähigkeit im Polizeidienst, weil die Beamten im täglichen Einsatz eng mit anderen zusammenarbeiten müssen, um gemeinsam Aufgaben zu bewältigen und die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten. Warum die Schüler am Berufserkundungstag teilgenommen haben sind die unterschiedlichsten Gründe. Viele interessierten sich allgemein für den Beruf, doch am häufigsten wurde genannt, dass sie Menschen helfen möchten und sich für Gerechtigkeit einsetzen wollen. Kurz gesagt wollten die Schüler einfach wissen, was bei der Polizei eigentlich alles passiert und wie sie arbeiten – abgesehen von dem, was man selbst in der Öffentlichkeit sieht.

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Nachdem sich die Dienstgruppenleiterin der Polizeiwache Jülich, Melanie Arenz, den Schülern vorgestellt und ihre Fragen ausführlich beantwortet hatte, öffnete die Polizistin bei einer Hausführung durchs Präsidium für die Jugendlichen Türen, die sonst für die Öffentlichkeit verschlossenen bleiben. Sie konnten einer Dienstgruppenleiterin bei der Arbeit über die Schulter schauen und bekamen die Gelegenheit, die Polizeiwache selbst von innen kennenzulernen. Ein besonderer Spaß war natürlich, dass sie im Selbstversuch Schutzweste mit Helm anprobieren konnten, die Polizisten nur in besonders brenzligen und ernsten Situationen tragen. Insgesamt wiegt diese Ausrüstung der Einsatzkräfte dann etwa 20 Kilogramm. Nur in die Gefängniszellen konnten sie nicht schauen, da diese gerade im Gebrauch waren. Darüber hinaus präsentierten verschiedene Abteilungen ihre Arbeitsbereiche und gaben so einen umfassenden Einblick in die vielfältigen Aufgaben der Polizei.

Polizist Albert Siegmund, der die Schüler beim Berufserkundungstag begleitete, ist Personalwerber der Polizei im Kreis Düren. Er ist der direkte Ansprechpartner für alle, die sich für eine Karriere bei der Polizei interessieren. Dabei betont er, was ihm am Erkundungstag besonders wichtig ist: „Mir ist es wichtig, jungen Menschen einen Einblick in die Polizei zu geben und zu zeigen, wie die Arbeit hinter den Kulissen abläuft. So können sie die Polizei besser kennenlernen und hoffentlich positive Erfahrungen weitertragen.“

Der Berufserkundungstag ist zudem entscheidend, um den Nachwuchs für die Polizei zu fördern – allein in Nordrhein-Westfalen gibt es derzeit rund 3000 freie Stellen. Seit 2022 ist es sogar möglich, eine Ausbildung bei der Polizei in Nordrhein-Westfalen bereits mit dem mittleren Schulabschluss zu beginnen. Zum Abschluss betont Siegmund noch einmal: „Man merkt hier, dass wir Menschen sind. Wir arbeiten mit Menschen, wir sind selbst Menschen, und es geht darum, wie wir arbeiten und was wir tun.“ Wer selbst Interesse hat oder jemanden kennt, der sich für eine Ausbildung bei der Polizei interessiert, kann den nächsten Berufserkundungstag am 8. Juli in der Dienstwache in Jülich nutzen.


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