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Herausforderungen gemeistert

Der Jülicher Wassersportverein blickt auf ein für ihn ganz besonderes Jahr zurück.

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Die erfolgreichen Damen und Herren des JWSV bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften 2025. Foto: JWSV
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Anfang des Jahres freuten sich begeisterte Kinder und Eltern über die Fortschritte beim Erlernen der sicheren Schwimmfähigkeit, Wettkampfschwimmer trainierten für Wettkämpfe und feierten große Erfolge, der Vereinsbetrieb lief zuverlässig in gewohnten Bahnen. Um Ostern herum gab es dann das dicke „Ei“ mit der Schließung des Hallenbads. Es begann eine der wohl schwierigsten Phasen im über 100-jährigen Vereinsleben des JWSV.

Eine kurze Chronologie der Ereignisse aus Vereinssicht:
Im Januar starteten die Damen- und die Herrenmannschaft des JWSVs bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Schwimmen in der Bezirksliga – mit Erfolg, denn die Herren stiegen auf, die Damen sicherten die Klasse.
Im Februar wurden die Bezirksmeisterschaften über die langen Strecken in Jülich ausgerichtet. Vor heimischer Kulisse zeigten die Jülicher Athleten und Athletinnen starke Leistungen.
Mit der Schließung des Hallenbads im April entfiel für den JWSV von einem auf den nächsten Tag die Basis für seinen Vereinszweck. Bis Mitte Mai lag der Vereinsbetrieb vollständig auf Eis. Ausgerüstet mit individuellen Trainingsplänen blieb es den einzelnen Schwimmerinnen und Schwimmer nun völlig selbst überlassen, ob überhaupt, wo und wie häufig sie in dieser Zeit trainierten. Doch die Aktiven blieben hartnäckig und hielten erfolgreich quasi auf eigene Faust ihr Niveau. Anfang Mai qualifizierten sich fünf von ihnen für die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften in Berlin.

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Die folgenden Monate verlangten Mitgliedern, Übungsleitern und Vorstand sehr viel ab. Ohne zuverlässig zur Verfügung stehende Wasserflächen konnten weder Schwimmkurse noch Breiten- und Wettkampfsportangebote stattfinden. Auch der J-Cup, der wichtigste Wettkampf der Region, konnte nicht stattfinden – das bedeutete auch einen Verdienstausfall für den Verein. Die Öffnung des Freibads im Mai steuerte allerdings einen Hoffnungsschimmer bei. Für die Wettkampfmannschaften entstand so die Möglichkeit, zwei bis dreimal pro Woche im Freibad zu trainieren. Zwar konnte das Training nicht in ausreichendem Umfang stattfinden, dennoch zeigt sich der Verein rückblickend dankbar für die Möglichkeit.
Trainer und Mitglieder arrangierten sich mit den „deutlich komplizierteren Bedingungen“. Troz der Umstände freuten sich einige Schwimmerinnen und Schwimmer bei den Bezirksmeisterschaften im Juni über starke Ergebnisse und neue Bestleistungen. Bis zum Ende der Freibadsaison fand das Training unter freiem Himmel statt. Dabei stand immer die Frage im Raum „Was machen wir, wenn das Freibad schließt?“

Einen echten Lichtblick für den JWSV brachte der September. Lobend heben die Verantwortlichen die Unterstützung und den großen Einsatz der Städte Linnich und Jülich sowie der Stadtwerke Jülich und des Dürener Service Betriebs, dank derer geregelte Nutzungsmöglichkeiten im Ruba Linnich und im Rurbad Düren erreicht wurden. Der Vereinsbetrieb konnte nun wieder hochgefahren werden und kam langsam, aber sicher wieder ins Rollen. Ein besonderes Dankeschön schickt der Verein an das Jülicher Unternehmen ETC, das die Kasse mit einer großzügigen Spende auffüllte.

So heißt das Fazit trotz aller Widrigkeiten: „Unser Jülicher Wassersportverein lebt.“


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