Gefördert über Projektmittel arbeiten hier die biologischen Stationen Euskirchen, Bonn/Rhein Erft und Düren zusammen, die Unterstützung kommt folgerichtig aus den benachbarten Leader-Regionen Eifel, Zülpicher Börde und aus dem Rheinischen Revier an Inde und Rur. Dabei steht LEADER für die „Verbindung von Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“ (Liaison Entre Actions de Développement de l’Économie Rurale).
Grundsätzlicher Gedanke hinter den Zukunftsdörfern ist es, den Menschen zu helfen, den eigenen Überlegungen rund um das Thema Umwelt- und Klimaschutz Taten folgen zu lassen. Wer eine Idee hat und dann denkt „Ich weiß jetzt aber nicht wie….“, der kann einfach zum Telefon greifen und um Unterstützung bitten. „Meistens können wir helfen“, ist Henrike Körber von der Biologischen Station des Kreises Düren überzeugt. Dabei geht es aber keinesfalls darum, dass die hauptamtlichen Profis die Ideen dann einfach umsetzen. „Das ist kein Plug and play“, formuliert es die Fachfrau. Stecker rein und loslegen, funktioniert in den „Zukunftsdörfern“ also nicht. Es sind das Initiieren von Projekten, die Beratung – meist sogar vor Ort – und manchmal auch die tatkräftige Unterstützung mit Schaufel und Gießkanne wie etwa beim Bepflanzen der Beete in der Mariengartenstraße, die zu den Aufgaben von Henrike Körber und ihren Kolleginnen gehören.
Dahinter steht die Überlegung, dass Selbstgebautes eine andere Wertschätzung erfährt als Gekauftes und dass Selbermachen ein anderes Verständnis transportiert als „machen lassen“. So würde etwa das gemeinsam gebaute Insektenhotel für Kindergartenkindern eine ganz andere Bedeutung haben als eins, das es geschenkt gab. Folglich gibt es eher selten ein Mitbringsel, auch wenn Henrike Körber ab und an doch sogenannte Sachmittel wie etwa Saatgut verteilt.
Wichtigste Voraussetzung auf beiden Seiten sei die Bereitschaft, wirklich etwas zu tun, aktiv zu werden und dann auch dabei zu bleiben. Denn die hochgesteckten Ziele des Regionen übergreifenden Projekts lassen sich nur erreichen, wenn möglichst viele kleine Maßnahmen an möglichst vielen Orten realisiert und beibehalten werden. Mitmachen darf übrigens jeder, egal ob Privatperson, Verein, Bildungseinrichtung oder Kommune.
Wie bei Projekten üblich, ist auch die Laufzeit der Zukunftsdörfer begrenzt. Noch bis September können Biologin Henrike Körber und ihre Kolleginnen interessierten Privatpersonen, Vereinen oder Initiativen im Rahmen des Projekts Unterstützung gewähren. „Aller Wahrscheinlichkeit nach wird es einen Nachfolgeantrag geben“, verrät Körber, die das Projekt so oder so ähnlich gerne fortführen würde. Denn im Laufe von jetzt zweieinhalb Jahren sei ein ganz gutes Netzwerk entstanden, in dem auch weiterhin mit reichlich guten Ideen zu rechnen sei. Für Jülich steht das nächste Projekt in den Startlöchern: Dieses Mal soll es am Walramplatz grüner werden, auch hier wieder in gemeinsamer Arbeit einer Initiative, des Projekts Zukunftsdörfer und des städtischen Bauhofs – wie schon in der Mariengartenstraße.




















