Ziel der jährlichen kreisweiten Kastrationsaktionen des Tierschutzvereins ist es, die unkontrollierte Vermehrung einzudämmen und langfristig Tierleid zu verhindern, berichtet Jürgen Plinz. Die diesjährige Frühjarsaktion läuft vom 30. März bis zum 26. April.
Plinz ist Vorsitzender des Tierschutzvereins für den Kreis Düren, der das Tierheim in Düren-Niederau betreibt. Dort kümmert man sich seit Jahrzehnten auch um kranke und verwahrloste Straßenkatzen. Unkastrierte Streunerkatzen und deren Nachwuchs gerieten immer wieder in schwierige Situationen; Krankheiten und Unterversorgung seien häufig die Folge der fehlenden menschlichen Betreuung. „Jede kastrierte Hauskatze verhindert weiteres Leid und hilft, die Zahl heimatloser Tiere dauerhaft zu reduzieren, weil sie keinen Nachwuchs bekommt“, so Plinz.
Auch bei der kommenden Kastrationskampagne profitieren Katzenhalter aus dem Kreis Düren: Bei den teilnehmenden Tierärzten erhalten die Tiere im Rahmen der Kastration eine kostenlose Kennzeichnung per Mikrochip sowie eine kostenfreie Registrierung im Haustierregister Findefix. Bei Katzenbesitzern mit geringem Einkommen, sei unter bestimmten Voraussetzungen zudem eine finanzielle Unterstützung bei den Kastrationskosten möglich, so Jürgen Plinz.
„Am meisten profitieren jedoch die Tiere“, betont der Tierschützer. Nicht kastrierte Kater seien aggressiver und legten draußen weite Streifzüge zurück. Dadurch steige das Risiko von Revierkämpfen, Verletzungen und ernstzunehmenden Infektionen. Hauskatzen, die sich beim Freigang mit einem Kater gepaart hätten, könnten sich ebenfalls dabei mit Infektionskrankheiten anstecken. Zudem sei die Aufzucht der Kitten zu Hause eine Herausforderung, und für den Nachwuchs müsse jeweils eine Familie gefunden werden.
Der Tierschutzverein appelliert an alle Katzenhalter, die Aktionswochen zu nutzen und Verantwortung für ihre eigenen, aber auch andere Tiere zu übernehmen. Seit dem Start der Kampagnen im vergangenen Jahr seien bereits 3905 Katzen und Kater privater Halter über die Kampagne kastriert worden, berichtet Jürgen Plinz – ein wichtiger Beitrag zum Tierschutz in der Region. Zugleich verweist er auf die im Kreis Düren geltende Katzenschutzverordnung: Kater und Katzen mit ungesichertem Freigang müssen kastriert, gekennzeichnet und registriert sein. Ansonsten drohe ein Bußgeld von bis zu 1000 Euro.
Die Kastrationskampagnen wurden vom Tierschutzverein und dem Kreis Düren initiiert, zahlreiche Tierärzte und weitere Tierschutzorganisationen im Landkreis nehmen daran teil. Alle Infos zur Aktion gibt es unter www.katzenkastration-dueren.de.



















