Der erste von insgesamt 152 Behälter vom Typ Castor® THTR/AVR mit kugelförmigen Brennelementen aus dem Zwischenlager Jülich ist erfolgreich in das Zwischenlager Ahaus transportiert worden. Wie die begleitende Polizei mitteilte, verlief der Transport ohne besondere Zwischenfälle.
Bereits am frühen Abend war ein großes Polizeiaufgebot in Jülich wahrzunehmen, das bis in die Nacht im Einsatz war – sowohl in der Straße als auch in der Luft. Die Aktion „Stopp Castor“ hatte im Vorfeld Demonstrationen angekündigt. 27 Demonstranten zogen abends durch die Innenstadt. Vor dem Forschungszentrum an der Wilhelm-Johnen-Straße war ab 18 Uhr eine Dauer-Mahnwache bis zur Castor-Abfahrt platziert. Kleinere Verzögerungen meldete die Polizei auch beim Streckenverlauf bis Ahaus.
Der Transport startete am späten Dienstagabend in Jülich und erreichte das Ziel in Ahaus gegen 2 Uhr am Mittwoch. Die Transporte erfolgen im Auftrag der Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) durch das auf Kernbrennstofftransporte spezialisierte Unternehmen Orano NCS und unterliegen strengen behördlichen Auflagen.
Hintergrund ist die Anordnung der nordrhein-westfälischen Atomaufsicht aus 2014, das Zwischenlager in Jülich zu räumen. Die JEN setzt diese Anordnung nun schrittweise um.
In den kommenden Monaten sollen auch die verbleibenden 151 CASTOR-Behälter nach Ahaus überführt werden.
„Der sichere Abtransport der Behälter hat für uns oberste Priorität. Der erste Transport ist ein wichtiger Meilenstein bei der Umsetzung der behördlichen Anordnung“, sagt Beate Kallenbach-Herbert, technische Geschäftsführerin der JEN. „Alle Abläufe wurden im Vorfeld intensiv erprobt und mit den zuständigen Behörden abgestimmt.“ 2023 hatte es bereits einen „Testlauf“ gegeben. Außerdem war dem Transport vorausgegangen ein umfassendes Genehmigungsverfahren war, in dem die sichere Durchführbarkeit bestätigt wurde.
Chronologie zu den Castortransporten



















