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Auf (fast) verborgenen Pfaden zum Biber

Seit 2009 findet man im Kalender der Umwelt-Aktionstage den Bibertag immer am 7. April. Mit diesem Tag möchte die Non-Profit-Tierschutzorganisation auf den wichtigen Erhalt dieser Spezies aufmerksam machen und die bedeutende US-amerikanische Biber-Forscherin Dorothy Richards an ihrem Geburtstag ehren. Aus gegebenem Anlass ein Selbstversuch auf dem Biberpfad in Barmen.

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Der Biber weist den Weg ab Haus Overbach. Foto: Ida Bialuschewski
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Sind Sie dem Biber schon einmal begegnet? Auch Erwachsene können dem „Schatz“ schon unabsichtlich über den Weg gelaufen sein. Oder vielleicht auch dem Täter? Zum Beispiel beim Spazieren, wenn man sich über die abgenagten Bäume ärgert und auf einmal ein Biber mit ein bisschen Holz zwischen den Zähnchen hervorlugt. Für solche Situationen wird auch für das größte Nagetier Europas ein Auge fürs Detail benötigt.

Den Startpunkt zu dem circa 2,5 Kilometer langen Pfad findet man vor dem Science College und gegenüber des Barmener Sportplatzes. Er ist etwas schwer zu finden, beginnt aber in Richtung des Biberpfads und führt zum Barmener See. Den See erreicht man dann zur Halbzeit, und über die Felder geht es zurück zum Science College.

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Beschäftigungen wie der Bau ihrer Dämme und das Abnagen von Holz lassen sich mit einem guten Auge sicherlich finden. In Hinsicht auf eine aufmerksame Suche nach Hinweisen auf Biberspuren oder sogar Biberburgen ist man circa 45 Minuten unterwegs. Durchaus kann man den Pfad durch eine Runde um den Barmener See noch erweitern und einen Ausflug länger gestalten. Der Biber neigt öfter mal dazu, umzuziehen, sodass sich die Lebensräume durchaus verändern können und der Pfad jedes Jahr neue Überraschungen mit sich bringt. Besonders kleine Geschwister, Kinder oder Enkelkinder lassen sich für dieses Abenteuer begeistern, denn es wirkt fast wie eine Schatzsuche auf der Suche nach dem Biber.

Auch wenn keines der Nagetiere entdeckt wird, lohnt es sich, nach Hinweisen zu suchen. Und wenn doch: Keine Angst, der Biber ernährt sich zwar nicht von Holz, ist aber trotzdem Vegetarier. Lutz Dalbeck, stellvertretender Leiter und wissenschaftlicher Mitarbeiter der Biologischen Station Düren, ist es sogar schon mehrmals gelungen, einem Biber dort zu begegnen.

In der Vergangenheit gab es verschiedene Kooperationen, zum Beispiel mit dem Kölner Zoo, dem Museum Alexander Koenig und der Internationalen Kunstakademie Heimbach, in Bezug auf viele Veranstaltungen zu diesem Projekt.

Aktuell besteht das Angebot der Biologischen Station Düren gemeinsam mit den Touristikern in der Rureifel, begleitet von Biberkennerinnen und -kennern, Exkursionen in die Biberlebensräume in der Eifel, aber auch Touren zur Biberbeobachtung zu machen. Das Overbacher Science College bietet keine Veranstaltungen oder Workshops zu dem Thema an, berichtet die Assistenzleitung Annika Loevenich. Auf Biber oder Biberspuren trifft das College aber gelegentlich bei den Nachtwanderungen in den Feriencamps, die sie für Jugendliche anbieten.

Allen Interessierten soll es gelingen, dem Biber in Jülicher Umgebung auf die Spur zu kommen, sodass die Biologische Station Düren gemeinsam mit dem Overbacher Science College diesen Pfad eröffnet hat. Er ist Teil eines umfangreichen Projektes, das 2011 von der Biologischen Station umgesetzt wurde. Die Intention dabei: den Menschen aus der Region den Biber und seine Lebensräume näherzubringen, egal ob groß oder klein.

Lutz Dalbeck betont, dass in der Vergangenheit der Biber noch deutlich seltener war als heutzutage. Dementsprechend steigt die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Spurensuche, besonders natürlich am Bibertag.


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