Start Magazin Geschichte/n Die Villa in der Landsynagoge

Die Villa in der Landsynagoge

Zum Internationalen Museumstag am 17. Mai fokussiert sich das Programm der Landsynagoge Rödingen auf die Kirchberger Villa Buth.

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Villa Buth in Kirchberg. Foto: Dorothée Schenk
Die Villa Buth in Kirchberg. Foto: Dorothée Schenk
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Viel diskutiert, nicht nur in Kirchberg: Beim Internationalen Museumstag 2026 wird die Villa Buth Thema des Aktionstages in der Landsynagoge Rödingen sein.

Die Fabrikantenvilla, späteres sogenanntes Judensammellager und Denkmal – so beschreibt es die Ankündigung – soll in einem Vortrag und Präsentationen von Schulprojekten näher beleuchtet werden. Außerdem seien Führungen durch die Ausstellung und Synagoge geplant, so die Landsynagoge Rödingen.

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Nach einer Führung zum Thema „Jüdisches Leben auf dem Land“ zwischen 12 und 13 Uhr wird der Timo Ohrndorf, Geschichtslehrer am Heilig-Geist-Gymnasium Würselen, um 14 Uhr einen Vortrag mit dem Titel „Die Villa Buth: Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft?“ halten. Darin geht es selbstverständlich um die Errichtung der Villa Ende des 19. Jahrhunderts und die dortige Internierung von mindestens 100 Jüdinnen und Juden 1941/1942, die später fast alle deportiert und ermordet wurden. Aber auch um die aktuelle Dimension wird es gehen, in der der Abriss des historischen Bauwerks diskutiert wird. Und die Frage, welche Zukunftsperspektiven es für diesen Ort geben könnte. Die Grundlage für seine Kenntnisse bilden vergangene Projekte mit Schülerinnen und Schülern sowie Forschung mit anderen Aktivistinnen und Aktivisten.

Um 15.15 Uhr schließt sich die Schulprojekt-Präsentation an. Dabei handelt es sich um eine 2025 produzierte Podcast-Serie mit dem Titel „Die Villa Buth zwischen Vergangenheit und Zukunft“. Inhalt des Podcasts sind neben aktuellen Fragen Fachgespräche mit Verantwortlichen, Menschen mit Expertise und Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie die Frage, wie die Villa Buth heute gegen Unmenschlichkeit und Antisemitismus wirken kann. Weitere Themen sind voraussichtlich eine Vorstellung des aktuellen Projektkurses zur Verlegung von Stolpersteinen sowie die Stolpersteinverlegung für die in der Villa internierte Jülicher Familie Emil Herz.

Der Eintritt zur Veranstaltung in der Landsynagoge ist frei, die Sitzplätze in der Synagoge sind beschränkt.

Das Thema ist nach wie vor brisant im Jülicher Land. In jüngerer Vergangenheit wurde es immer wieder auf die Tagesordnung des Stadtrates gebracht. Entflammt ist das Interesse seit dem ersten Schulprojekt 2017/2018, bei dem sich ein Projektkurs des Heilig-Geist-Gymnasiums mit der Villa und ihrer Geschichte beschäftigte.


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