Neuer Monat – neue Aufnahme aus unserer AstroClub Sternwarte! Auf dem Foto zu sehen ist der Komet „Panstarrs“ (C/2025 R3), der Anfang April 90 Minuten vor Sonnenaufgang sichtbar wurde. Wer also früh aufgestanden ist – oder eine steuerbare Sternwarte auf dem Dach hat – konnte ihn im Osten beobachten.
Doch was genau sind Kometen eigentlich?
Im AstroClub wurde uns beigebracht, dass Kometen große Brocken aus Gas, Staub und Eis sind, die die Sonne umkreisen.
Ihr Ursprung liegt im Kuipergürtel (einer ringförmigen Ansammlung von vielen kleinen eisigen Objekten hinter Neptun) oder der Oortschen Wolke (einer deutlich größeren Ansammlung astronomischer Objekte außerhalb des Sonnensystems), und sie werden durch die Anziehungskraft von umliegenden Planeten in die Richtung unserer Sonne gelenkt.
Kommt der Komet der Sonne nahe, verdampft das Eis aus seinem Kern (dem festen Teil des Kometen) und bildet zusammen mit Gas und Staubpartikeln die Koma (die leuchtende Hülle um den Kometen). Da der Sonnenwind diese Partikel dann vom Kometen wegdrückt, entsteht der Schweif, den man in zwei Arten unterscheidet: der Staubschweif, der leicht gebogen ist, und der sogenannte „Ionenschweif“ aus geladenen Gaspartikeln, der gerade von der Sonne wegzeigt. Diese können mehrere Millionen Kilometer lang werden, was den Kometen so spektakulär macht. Bei jedem Sonnenumlauf verliert er jedoch Masse, bis er schließlich zerfällt.
Das Foto wurde von Dr. Simon Zierke geschossen, der uns später erklärte, dass möglicherweise sogar die beiden typischen Schweifarten des Kometen zu erkennen sind: den breiteren Staubschweif, der seiner Flugbahn folgt, sowie den schmaleren und dunkleren Ionenschweif, der durch den Sonnenwind von der Sonne weg gedrückt wird. Da der Komet gerade in Richtung Sonne unterwegs ist, liegen beide Schweife sehr nah beieinander. Demnach befindet sich die Sonne außerhalb des Fotos unten links.
Warum finden wir die Kometen so interessant?
Kometen sehen nicht nur schön aus – sie sind auch für die Wissenschaft äußerst interessant, da sie aus der Anfangszeit unseres Sonnensystems stammen und uns somit viel über dessen Entstehung verraten können. Organische Stoffe, die Grundlage des Lebens, könnten ebenfalls von Kometen stammen, und möglicherweise ist ein großer Einschlag auf der Erde für das Aussterben der Dinosaurier verantwortlich.
Die Dinge, die wir manchmal durcheinanderbringen, sind Asteroiden, Kometen, Meteoroiden, Meteore und Meteoriten. Also kommt hier zum Schluss eine Erklärung, mit der man die Verwechslungsgefahr beseitigen kann.
Der Unterschied zwischen Asteroiden und Kometen ist ihre jeweilige Zusammensetzung: Während Asteroiden aus Gestein oder Metall bestehen, sind Kometen eben aus Gas, Staub und Eis. Man bezeichnet sie deshalb auch als „die schmutzigen Schneebälle“ des Alls.
Im Gegensatz dazu sind Meteoroiden kleinere Gesteinsstücke, die von einem Kometen oder Asteroiden stammen. Diese befinden sich im Weltall. Meteore sind in der Atmosphäre verglühende Meteoroiden – also Sternschnuppen.
Und zu guter Letzt sind Meteoriten die Überreste eines Meteors, die man dann auf der Erde finden kann – wie der Stein, der vergangenen März für ein fußballgroßes Loch im Schlafzimmerdach eines Hauses in Koblenz gesorgt hat.
Falls Sie ihr neugewonnenes Wissen auch mal anwenden oder noch mehr lernen wollen, kommen Sie uns gerne besuchen! Sie finden uns freitags ab 19 Uhr im Science College Overbach oder auf unserem Instagram Account (@astro_club.sc).



















