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Mehr als Beton und Steine

Reichlich Lob, viele Dankesworte an alle Beteiligten - von der Stadt- über die Kreisverwaltung, hin zu Banken, Handwerkern und Lieferanten - kennzeichneten diese Feier. Mit einer offiziellen Einweihung übergaben Investoren und Projektleitung das "Quadropolis" seiner Bestimmung.

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Wo jetzt die Gäste feierten, sollen sich künftig die Bewohner des Quadropolis treffen. Foto: Britta Sylvester
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Manchmal müsse man nach einem erfolgreich abgeschlossenen Großprojekt ein wenig Luft holen und „etwas langsamer“ machen, meinte Staatssekretär Daniel Sieveke, um gleich anschließend festzuhalten, dass das in Jülich wohl anders sei. Denn schließlich sind „die nächsten Projekte schon auf der Reise“ wie Projektleiterin Anne Schubach verriet.

Doch zunächst ging es vor allem um eines: Den erfolgreichen Abschluss des Neubauprojekts „Quadropolis – Junges Wohnen für Auszubildende und Studierende“ gebührend zu feiern und aus dem Projekt ein Zuhause werden zu lassen. Bewohnt sind die 232 Wohnungen schon seit einer Weile, auf der Feier wurde der letzte Mietvertrag offiziell unterschrieben. Strahlend begrüßte die Projektleiterin denn auch im doppelten Sinne eine „volle Hütte“, denn auch das Festzelt war mehr als gut gefüllt. 585 junge Menschen hatten sich auf einen Platz beworben, nun sind 200 Studierende eingezogen, die übrigen 32 Mieterinnen und Mieter sind Auszubildende. Gerade diese würden oft vergessen, so Schubach, aber „nicht hier“. Denn auch das ist Teil dieses besonderen Wohnprojekts, das hier bewusst Azubis auf Studierende treffen sollen. Gemeinschaftsräume in jedem Haus schaffen ebenso eine Begegnungsmöglichkeit wie der weitläufige Innenhof rund um den dort gepflanzten Baum.

Symolisch gepflanzt soll dieser Baum die Mitte im grünen Treffpunkt zwischen den Häusern bilden. Foto: Gisa Stein
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Für Alfred Friesen, der stellvertretend für die Investorenfamilien Friesen und Diedrich, mit feierlichen Worten und sichtbarer Freude den Bau seiner Bestimmung übergab, ist Quadrapolis mehr als „Beton und Steine“. „Es geht um Menschen, um Zukunft und um Hoffnung“, formulierte Friesen und gab genau jener Ausdruck, wenn er sich wünschte, dass hier „ein Ort der Begegnung entsteht, wo Menschen verschiedener Kulturen miteinander leben, voneinander lernen und Freundschaften schließen.“ Bei aller Feststimmung hatte Friesen warnende Worte angesichts von Krieg und Terror in aller Welt im Gepäck – genau deshalb sei es um so wichtiger, Brücken zwischen jungen Menschen zu bauen.

Ein letzter Mietvertrag wurde auch noch unterschrieben. Foto: Britta Sylvester

Das Projekt ist auch aus anderer Perspektive bemerkenswert, wie etwa Jülichs Bürgermeister Axel Fuchs hervorhob, der noch rückblickend vom „sensationellen Spatenstich“ vor zwei Jahren schwärmte, als Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) kurzerhand in den Bagger kletterte. Das Besondere, so Fuchs, sei nicht nur das unglaubliche Tempo, in dem der Bau fertiggestellt worden sei. So etwas könne nur funktionieren, zeigte sich der Bürgermeister überzeugt, wenn wirklich alle Beteiligten Hand in Hand arbeiteten. Aus gleichem Grund bemühte Architekt Martin Schrennen das Bild vom Staffellauf, das nur mit „blindem Vertrauen“ und dem Wissen, „da kommt einer“ funktionieren könne.

Möglich gemacht habe das private Studentenwohnheim eine gut austarierte Mischung aus „Mut seitens der Investorenfamilien“, der von Anfang an erfolgten „massiven Unterstützung der Landesregierung“, das „auf allen Ebenen unkomplizierte Handeln von Banken und Verwaltung“, „Baustoffhändler und Lieferanten, die nie gesagt hätten, etwas ginge nicht“ und eine Vielzahl engagierter Handwerker, die letztlich dafür sorgten, dass aus Plänen und Visionen Wirklichkeit wurde – so die vielen in Redebeiträgen genannten guten Gründe.

Erfolgreich absolvierter „Staffellauf“. Foto: Britta Sylvester

In Jülich zeige man, „was geht“, freute sich Staatssekretär Daniel Sieveke (CDU) in Vertretung der erkrankten Ministerin über den erfolgreichen Projektabschluss. „Stillstand ist Rückschritt“ bemühte Sieveke eine gern genutzte Formulierung und betonte, dass sein Ministerium „solche Projekte befeuern wolle“, gerne auch wieder in Jülich. Dass er genau diesen Worten dann auch gleichen Taten folgen ließ, kam zwar ein wenig überraschend, aber auch folgerichtig, um weiterhin den „Jülicher Standortvorteil“ zu nutzen. Mit der stolzen Summe von exakt 24.315.800 Euro Fördersumme auf dem Riesenscheck soll in direkter Nachbarschaft von Quadropolis ein weiterer Neubau gefördert werden. Das Strickmuster ist ähnlich: Investiert wird ebenfalls wieder von privat und auch Architekt Martin Schrennen ist wieder mit von der Partie. 116 Wohnungen, eine Großtagespflege für neun Kinder und zwei weitere behindertengerechte Wohneinheiten sind geplant.

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Klönschnacktee mit der Muttermilch aufgesogen und inzwischen beim rheinische Kölsch angekommen. Übt sich in der schreibenden Zunft seit Studententagen zwischen Tagespresse und Fachpublikationen und… wichtig: ließ das JüLicht mit leuchten.

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