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Ja-Wort versilbert

Der amtierende Schützenkönig Sven Gusenburg der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Mersch-Pattern hatte nicht zu viel versprochen, als er schon im Juli ein „mindestens deutschlandweit noch nie dokumentiertes Ereignis“ ankündigte: Anlässlich seiner Krönungsmesse feierte er Hochzeit mit seiner Mirjam. Gleichzeitig wurde die gemeinsame Tochter Jill zur Jungschützenprinzessin gekrönt.

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Hochzeit mit Schützenflair in Mersch. Foto: Volker Goebels
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Dauer: Etwas länger. So stand es auf der ersten Umschlagseite im Begleitheft zum Braut-Festgottesdienst in St. Agatha Mersch. Kein Wunder: Schließlich galt es, drei Ereignisse in einem zu feiern, und das bedarf der Zeit. Den festlichen Rahmen steckten die uniformierten Sebastianusschützenbrüder, die gemeinsam mit Diakon Arnold Hecker einzogen. Strahlend begrüßte der Geistliche die Gemeinde, die trotz der frühen Stunde den Weg nach Mersch gefunden habe.

Den Vogel abgeschossen habe Sven Gusenburg nicht nur als Schütze, meinte Diakon Hecker in seiner Ansprache, sondern auch, als er nach 25 Jahren standesamtlicher Ehe seiner Frau Mirjam einen zweiten Antrag machte. Jenen, noch einmal in der Kirche vor Gott den Bund fürs Leben zu schließen – oder zu erneuern. Dafür hatte sich die Braut in einen Traum aus Tüll gewandet und ließ sich, wie es der Tradition gebührt, vom Vater an den Altar geleiten. Besonders berührend: Die beiden nahezu erwachsenen Kinder Paul und Jill fungierten dabei als Trauzeugen. Dass die Brautleute beide erst mit Nachdruck – auch sprachlich – den Ring auf den Finger des Gegenübers stecken konnten, wird sicher als gern erzählte Anekdote in die Familienannalen eingehen.

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„Glaube – Liebe – Hoffnung“ – diesen Dreiklang hatte das Paar als Brautspruch nach dem 1. Korintherbrief gewählt, und der Dreiklang findet Widerhall im Schützenwesen, wie Diakon Hecker gekonnt den Bogen zum zweiten Ereignis schlug. Die Werte der Schützen „Glaube – Sitte – Heimat“ seien in einer säkularisierten Welt nicht mehr selbstverständlich. Sie würden aber durch das Paar und in der Merscher Schützenfamilie gelebt. So segnete der Diakon auch die Ketten der neuen Schützenmajestäten, König Sven und Prinzessin Jill, damit sie im kommenden Jahr, sichtbar ausgestattet und mit geistlichem Beistand versehen, ihr Amt ausüben können.

Frisch getraut und gekrönt zog das Paar mit Gefolge und Schützenfamilie anschließend durch den Ort und ließ sich doppelt feiern. Der HERZOG schließt sich der Gratulantenschar gerne an.

Fotos: Volker Goebels

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HERZOGin mit Leib und Seele. Mein HERZ schlägt Muttkrat, Redakteurin gelernt bei der Westdeutschen Zeitung in Neuss, Krefeld, Mönchengladbach und Magistra Artium der Kunstgeschichte mit Abschluss in Würzburg. Versehen mit sauerländer Dickkopf und rheinischem Frohsinn.

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