
Jetzt waren vier Mitarbeiter des Kreises mit einem Stand auf dem Jülicher Wochenmarkt. Im Gepäck hatten sie ein paar Plastikkisten gefüllt mit grauem Schotter, weißem Kies, aber auch Holzhäckseln, Sand und sogar einem Stück „Wiese“.
Das Infrarot-Thermometer in der Hand zeigt schnell, wie groß die Temperaturunterschiede zwischen den Grashalmen und der asphaltähnlichen Oberfläche in der Kiste daneben ist. Genau das ist die Idee hinter dem Informationsstand: Ins Gespräch zu kommen und zu zeigen, wie mit einfachen Maßnahmen – zum Beispiel im heimischen Garten den Schotter durch Pflanzen zu ersetzen – dem Klima geholfen werden kann.

„Von einer versiegelten Oberfläche wie etwa Asphalt läuft Regenwasser einfach in den Gulli. In der Wiese versickert es“, erklärt Kevin Langenbach und verweist auf das Prinzip der „Schwammstadt“. Vereinfacht gesagt sollen Niederschläge in Städten möglichst aufgesaugt und dann zum Beispiel durch Verdunstung wieder abgegeben werden und so zur Kühlung der Innenstädte beitragen.
Auf ihrem Weg zum Marktplatz haben die vier auch einen Blick auf die Klimasteine auf dem Schlossplatz geworfen. Es müsse sich zeigen, welchen Beitrag die Steine letztlich wirklich leisten können, so die vorsichtige Einschätzung. Grundsätzlich sei der Gedanke dahinter aber ein guter, lobt das Klima Challenge-Team.
Alle Menschen im Kreisgebiet sind aufgerufen, sich an der Klima Challenge zu beteiligen. Eine interaktive Karte dokumentiert den Fortschritt.
Wer also beispielsweise eine Schotterfläche entfernt, Bäume und Sträucher pflanzt, eine Blühwiese anlegt oder Bodenflächen entsiegelt, kann diese Klimaschutz-Maßnahme online melden. Dazu einfach ein Formular ausfüllen, optional ein Bild hochladen, und schon taucht das entsprechende Symbol in der interaktiven Karte auf.
Alle weiteren Informationen gibt es auf der Seite des Kreises.


















