Auf knapp zehn Kilometern Länge soll entlang der Trasse der Rurtalbahn eine direkte Verbindung für den Radverkehr entstehen. Sie führt von der Stadt Düren im Bereich Großes Tal bis zum Haltepunkt Forschungszentrum Jülich und bindet dabei auch Huchem-Stammeln, Selhausen, Krauthausen und Selgersdorf an.
Die neue Radvorrangroute wird überwiegend auf bereits vorhandenen Wirtschaftswegen umgesetzt. An den meisten Stellen soll der Weg 3,50 Meter in der Breite messen, in Teilbereichen sind Breiten von bis zu 4,50 Metern vorgesehen. Dadurch soll eine komfortable und leistungsfähige Verbindung entstehen, die sowohl für den täglichen Weg zur Arbeit oder zum Bahnhof als auch für den Freizeitradverkehr geeignet ist.
Die notwendigen Baugrund-, Umwelt- und Artenschutzuntersuchungen sind abgeschlossen. Die Kosten für die rund 9,8 Kilometer lange Strecke schlagen mit etwa 4,9 Millionen Euro zu Buche. Das Vorhaben wird zu 90 Prozent durch den Bund und zu 10 Prozent durch die Bezirksregierung Köln gefördert.
Für den ersten Bauabschnitt fallen Kosten von rund 1,34 Millionen Euro an. Der Baubeginn ist nach derzeitiger Planung für Mitte des Monats vorgesehen. Dabei plant die ausführende Firma, mit dem Bau sowohl von der L257 bei Düren aus als auch am Ortseingang von Huchem-Stammeln zu beginnen und sich so gewissermaßen aufeinander zuzuarbeiten.
Auch künftig werden die Wege landwirtschaftlich genutzt werden können. Damit Radverkehr und Landwirtschaft gut miteinander funktionieren, ist gegenseitige Rücksichtnahme besonders wichtig.
Der Kreis Düren appelliert deshalb bereits im Vorfeld an alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer, aufeinander zu achten und ausreichend Platz zu lassen. Ganz im Sinne der Kampagne „Rücksicht macht Wege breit“ gilt: Die neue Verbindung soll ein Gewinn für alle sein – für Menschen, die mit dem Fahrrad unterwegs sind, ebenso wie für die Landwirtschaft.



















