
„Das Tolle an diesem Projekt ist, dass wir Interessierte ganz konkret unterstützen können.“ Die Freude ist Sarah-Maria Hartmann deutlich anzuhören.
Die Rede ist vom neuen Leader-Projekt der biologischen Station des Kreises Düren. Unter der Überschrift „Verbunden mit der Natur – Bördedörfer nachhaltig gestalten“ unterstützt das Team der Station die Menschen im „rheinischen Revier an Inde und Rur“, wie es offiziell heißt, dabei, aktiven Naturschutz vor der eigenen Haustür zu betreiben.
Und das kann vieles sein, erläutert die wissenschaftliche Mitarbeiterin. Ob aus der trostlosen Schotterwüste im heimischen Garten wieder eine insektenfreundlich blühende Fläche werden soll oder Hausbesitzer Tieren wie Eichhörnchen oder Fledermäusen etwas Gutes tun möchten – Sarah Hartmann hilft gerne weiter.
„Ich kann jetzt quasi jeden, der auf mich zukommt und etwas tun möchte, aber nicht genau weiß wie, unterstützen“, beschreibt Hartmann ihre Aufgabe innerhalb des Projekts. Wer also etwa mit dem Gedanken spielt, eine Streuobstwiese anzulegen, kann sich Rat bei der Fachfrau holen.
„Wir kommen dann vorbei, schauen uns die Gegebenheiten vor Ort an und überlegen gemeinsam, welche Maßnahmen genau dort sinnvoll sind“, erklärt sie die ersten Schritte. So eignet sich beispielsweise nicht jeder Baum für jeden Standort. Auch die spätere Pflege sollte von Anfang an mitgeplant werden. Oft empfiehlt es sich, klein anzufangen und jährlich zu ergänzen, vor allem bei einer Obstbaumwiese.
„Klein anfangen“ ist überhaupt ein passendes Stichwort, um das Projekt zu beschreiben. So ist auch die Anlage von Kleinbiotopen wie Wasserstellen, Sandbeeten oder Totholzhecken ein zwar jeweils kleiner, aber hilfreicher Schritt hin zu mehr Naturschutz im rheinischen Revier. Öffentliche Beete oder Baumscheiben zu bepflanzen, so wie es die Bürgerinitiative Stadtbäume Anfang des Jahres bereits gemacht hat, fällt in die gleiche Kategorie.
Mit auf Sarah Hartmanns Projektzettel steht ein weiteres Stichwort: „Inspiration“. So soll der gemeinsame Bau von Nisthilfen schon Kindern Lust auf Naturschutz machen. Erwachsene könnten bei gemeinsamen Spaziergängen durch ihr Dorf neue Perspektiven entdecken, zum Beispiel auf dort lebende Wildtiere. Auch Workshops rund um das Thema Klima- und Naturschutz gemeinsam mit Vereinen bietet die Biologin an.
Wer mit Projektleiterin Sarah Hartmann spricht, merkt schnell: Hier treffen Begeisterung, Fachwissen und ganz viele Ideen zusammen. Sie ist per Email an sarah.hartmann@biostation-dueren.de oder telefonisch unter der Rufnummer 0178 / 8101574 erreichbar.
Das EU-Förderinstrument LEADER (Liaison entre actions de développement de l’économie rurale), was „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“ bedeutet, unterstützt den ländlichen Raum. Das Projekt wird durch den Kreis Düren kofinanziert.


















