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Ist Jülich unsicher?

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Um 18 Uhr ist es in diesen Tagen schon dunkel. Im vergangenen Jahr befand die Mutter der Verfasserin, dass ein 10-minütiger Fußweg nach Hause ohne Begleitung zu gefährlich sei.

„Warum?“, war die Gegenfrage. Es passiere so viel. Wo? Wann? Und um welche Delikte soll es sich handeln?

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Es ist diese gefühlte Unsicherheit, die die Menschen umtreibt. Jede Statistik – und zwar kreisweit, landesweit und bundesweit – widerspricht diesem Gefühl durch Fakten. Alleine die Fakten werden offenkundig nicht so wahrgenommen.

Die Folge ist der Ruf nach mehr staatlichen Kontrollen und entsprechend ein Polizei und Ordnungsamt flankierender „Ordnungsdienst“, der seit Juli in NRW verpflichtend ist. Wie er aussehen soll, ist im jüngsten Stadtrat berichtet worden.

Um noch einmal die Fakten zu zitieren. Die Fallzahlen in der Kriminalstatistik zeigen einen fortgesetzten Abwärtstrend an Straftaten. Gefährliche und schwere Körperverletzung auf Straßen, Wegen oder Plätzen, Gewaltdelikte und Raub nehmen ab und auch die Zahl jugendlicher Straftäter geht zurück. Übrigens, um das auch noch mal in aller Deutlichkeit zu sagen, werden fast 67 Prozent aller Straftaten von Deutschen begangen.

Die Notwendigkeit personeller Unterstützung von Polizei und Ordnungsamt soll gar nicht in Frage gestellt werden. Aber die Begründung, die unterschwellig mitgeliefert wird, ist es, die sich ungut und nicht richtig anfühlt.

Wobei manchmal eben doch das Fühlen bei fehlender verlässlicher Statistik herhalten muss. Es gibt jedenfalls nach statistischen Erkenntnissen keinen Grund für ein wachsendes Unsicherheitsgefühl.

Dabei scheint diese Unsicherheit nur ein Symptom für viele zu sein, die die innere Haltung betreffen. Persönlich wünsche ich mir die Merkel-Haltung „Wir schaffen das“ zurück. Das gibt Rückenwind, macht das Kreuz breit und gibt ein gutes Gefühl.

Dabei geht es nicht darum – hier der Einschub für die Unkenrufer – dass alles gelingt, sondern dass gemeinsam etwas angepackt wird mit dem Ziel, dass es gelingen kann.

Zum Artikel Pläne für Ordnungsdienst konkretisiert.


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